21:41 21 August 2017
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    Antiglobalisten rüsten zu ungenehmigten Aufmärschen - Gouverneurin will Schlimmstes verhüten

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    SANKT PETERSBURG, 14. Juli (RIA Novosti). Die Teilnehmer des Gegengipfels wollen zum Auftakt des G8-Gipfels am 15. Juli zu ungenehmigten Märschen durch Sankt Petersburg antreten.

    Ilja Ponomarjow, Chef der gesamtrussischen Linken Front, kündigte vor Journalisten an, dass die Antiglobalisten in mehreren Gruppen losziehen und autonom handeln werden. Weder über die anvisierten Strecken noch die beabsichtigten Aktionen ließ er sich näher aus.

    Er beschwerte sich vor allem, dass 500 Teilnehmer am Russischen Sozialforum nicht eingetroffen seien, weil sie auf dem Weg nach Sankt Petersburg von den Rechtsschutzorganen abgefangen worden seien.

    Die Stadtbehörden bemühen sich unterdessen um Entspannung. Vizegouverneur Sergej Tarassow hat das Verbot eines Umzugs der Gipfelgegner im Zentrum der Stadt bestätigt, um, wie er sagte, den Einwohnern der Stadt an der Newa Ärgernisse zu ersparen. "Ein politisches Großereignis wie der G8-Gipfel schafft ohnehin schon Unannehmlichkeiten", erläuterte er.

    Stadtoberhaupt Valentina Matwijenko hat unterdessen bei einem Besuch des Zeltlagers der Antiglobalisten beim Kirow-Stadion auf der Krestowski Insel die Hoffnung geäußert, dass Zusammenstöße zwischen Antiglobalisten und Rechtsschutzorganen vermieden werden können. "Ich bin hergekommen, um zu sehen, ob alles in Ordnung ist und ob die Teilnehmer noch Wünsche an die Behörden haben. Kein Treffen von Antiglobalisten in der Welt ging bisher ohne Zusammenstöße mit den Rechtsschutzorganen und extremistischen Ausschreitungen ab. Ich hoffe, dass wir das in Sankt Petersburg vermeiden können."

    Valentina Matwijenko gestand aber in diesem Zusammenhang ausdrücklich Jedem das Recht zu, einen alternativen Standpunkt zu demonstrieren. "Darum haben wir den Gedanken, das Forum durchzuführen, unterstützt."

    Matwijenko ließ Berichte über Massenverhaftungen von Antiglobalisten auf dem Weg nach Sankt Petersburg so nicht gelten. "Ich schließe nicht aus, dass die Rechtsschutzorgane in einigen Regionen etwas überzogen haben. Es ist angewiesen worden, alle Fälle zu überprüfen, wo die Dienstbefugnisse überschritten sein könnten. Wenn sich solche Fälle herausstellen sollten, wird es die schärfsten Maßnahmen geben", sagte sie.

    Befragt, wie die Stadt auf ungenehmigte Aktionen der Antiglobalisten zu reagieren gedenkt, antwortete Vizegouverneur Tarassow gelassen: "Ohne Fanatismus."

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