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    Außenamtserklärung: Russland fordert Gewaltverzicht von Israel und Hisbollah

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Novosti). Russland hat Israel nachdrücklich zur Einstellung der Invasion in Libanon und dessen Blockade aufgefordert und zugleich die Hisbollah-Bewegung zum Verzicht auf antiisraelische Handlungen.

    "Die Situation zwischen Israel und Libanon spitzt sich fortgesetzt gefährlich zu", heißt es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums.

    "Der Konflikt, der am 12. Juli mit einem Grenzzwischenfall wegen der Entführung von zwei israelischen Soldaten und nach dem Beschuss des israelischen Territoriums durch militärisch organisierte Einheiten der libanesischen Hisbollah-Bewegung begonnen hat, wächst sich zu einer groß angelegten militärischen Konfrontation aus. Das kann schwerwiegende Folgen für den Nahen Osten und den Weltfrieden haben", wird in der Erklärung betont.

    "Die Spirale der Gewalt in der Region zieht sich immer mehr zusammen", wird im russischen Außenministerium unterstrichen.

    Russlands Außenamt verurteilt entschlossen die Entführung von Soldaten und den Beschuss israelischen Territoriums.

    "Zugleich betrachten wir die von Israel entfesselten militärischen Handlungen als nicht proportionale und nicht adäquate Anwendung von Gewalt, die Libanons Souveränität und territoriale Integrität, den Frieden und die Sicherheit in der ganzen Region gefährdet", heißt es in der Erklärung.

    Das russische Außenministerium hält es für notwendig, in dieser Situation umgehend der militärischen Eskalation Einhalt zu gebieten.

    "Wir rufen Israel nachdrücklich auf, die Invasion in Libanon, die Zerstörung der zivilen Infrastruktur dieses Landes einzustellen und die Blockade seines Territoriums aufzuheben. Wie die nahöstlichen Erfahrungen zeigen, lässt sich kein Sicherheitsproblem auf militärischem Weg lösen", heißt es in der Erklärung.

    Die Hisbollah-Bewegung muss ihrerseits auf antiisraelische Handlungen verzichten, die die Interessen auch des eigenen Landes gefährden. Sie soll die entführten israelischen Armeeangehörigen freilassen, den Beschuss des israelischen Territoriums einstellen und die "blaue Linie" der UNO achten, wird in der Erklärung unterstrichen.

    Russland rechnet damit, dass die libanesische Regierung und die anderen Seiten zur Lösung dieser Aufgaben größtmöglich beitragen werden.

    Das Außenministerium hebt auch hervor, dass Russland wirksame Maßnahmen ergreift, um eine Feuereinstellung zu erwirken und den Konflikt in die Bahn der politischen Regelung zu lenken. Am Donnerstag hat Sergej Lawrow mit UNO-Generalsekretär Kofi Annan gesprochen und den libanesischen Premierminister sowie die Außenminister Ägyptens und Irans kontaktiert. Lawrow unterstützt Annans Entscheidung, eine UNO-Sondermission in die Region zu entsenden, die Kontakte mit allen Seiten herstellen und Wege zur Deeskalation finden soll.

    Wegen der drastischen Zuspitzung der Situation im Nahen Osten wurde beschlossen, Sergej Jakowlew, Sondervertreter des russischen Außenministers, in die Region zu entsenden, um mit den Konfliktparteien, den vier internationalen Vermittlern und der UNO-Mission zusammenzuwirken, teilt das Außenamt mit.

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