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    US-Sanktionen gegen russische Firmen nicht wegen Nichtweiterverbreitung verhängt

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    Der russische Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow ist davon überzeugt, dass die Sanktionen, die die USA gegen die Firmen Rosoboronexport und Suchoi verhängt haben, in keinerlei Zusammenhang mit der Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen stehen.

    SANKT PETERSBURG, 07. August (RIA Novosti). Der russische Vizepremier und Verteidigungsminister Sergej Iwanow ist davon überzeugt, dass die Sanktionen, die die USA gegen die Firmen Rosoboronexport und Suchoi verhängt haben, in keinerlei Zusammenhang mit der Nichtweiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen stehen.

    "Was die Sanktionen betrifft, die das amerikanische Außenministerium gegen Rosoboronexport und Suchoi verhängt hat, kann ich mit voller Bestimmtheit nur eines sagen: Mit der Frage der Nichtweiterverbreitung (von Massenvernichtungswaffen) haben die Sanktionen überhaupt nichts zu tun", stellte er auf Journalistenfragen fest.

    Die Bush-Administration hatte am Freitag bekannt gegeben, dass die USA bereits am 28. Juli Sanktionen gegen sieben Unternehmen aus vier Ländern verhängt haben, darunter auch aus Russland. In der offiziellen Mitteilung der Verwaltung für internationale Sicherheit und Nichtweiterverbreitung des State Departements heißt es, dass die Sanktionen für zwei Jahre verhängt worden seien.

    Es wird darauf verwiesen, dass die US-Regierung am 25. Juli zu der Auffassung gelangt sei, dass die Unternehmen, darunter Rosoboronexport und Suchoi, gegen das amerikanische Gesetz über die Verhinderung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen nach Iran verstoßen haben. Festgestellt worden sei die Lieferung von "Ausrüstungen und Technologien", welche potenziell einen Beitrag "bei der Entwicklung von Massenvernichtungswaffen sowie Flügel- und ballistischen Raketen durch Iran" erbringen können.

    Die beiden russischen Firmen haben die amerikanischen Beschuldigungen zurückgewiesen.

    Vom Departement für Information und Presse des russischen Außenministeriums ist eine Stellungnahme veröffentlicht worden, in der die Sanktionen "als weiterer unrechtmäßiger Versuch" bezeichnet werden, "ausländische Unternehmen zu veranlassen, nach der inneren Rechtsordnung der USA zu handeln".

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