07:14 20 Juli 2018
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    Israel setzt Luftangriffe im Südlibanon fort

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    MOSKAU, 12. August (RIA Novosti). Im Rahmen der angekündigten Ausweitung der Bodenoffensive im Libanon setzt Israel die Luftangriffe auf südliche Regionen des Nachbarstaates fort.

    Beim Angriff auf einen Lastkraftwagen wurden im Südlibanon vier Zivilisten getötet, berichtet die Agentur Reuters. Davor setzte die israelische Luftwaffe sie Siedlung Rshaf einem Raketenschlag aus. Laut libanesischen Sicherheitskreisen gab es dabei viele Opfer. In der Nacht zum Samstag geriet eine Flüchtlingskolonne, die die Stadt Mardschajun verließ, unter israelischen Beschuss. Dabei kamen sieben Menschen ums Leben, 22 weitere wurden verletzt, berichtet Associated Press.

    Nur wenige Stunden nach Verabschiedung einer UN-Resolution zum Libanon-Konflikt hat die israelische Armee ihre Bodenoffensive im Nachbarland ausgeweitet. Damit folgt sie einem Beschluss des israelischen Kabinetts, verlautete aus dem Presseamt der israelischen Armee. Demnach rücken die Truppen in Richtung des Litani-Flusses vor.

    Die Offensive werde fortgesetzt, solange die israelische Regierung die UN-Resolution nicht bestätigt hat, erklärte der israelische Außenamtssprecher Mark Regev.

    Die in der vergangenen Nacht vom Weltsicherheitsrat verabschiedete Resolution soll am Sonntag dem israelischen Kabinett vorgelegt werden. Premierminister Ehud Olmert hat laut örtlichen Medien den Resolutionsentwurf gebilligt und will der Regierung empfehlen, ihn zu billigen. Parallel dazu ordnete Olmert eine Ausweitung der Bodenoffensive im Südlibanon an. Regev zufolge würde eine Säuberung der südlibanesischen Gebiete vor den Hisbollah-Milizen die geplante Stationierung der libanesischen Regierungstruppen erleichtern.

    Der UN-Sicherheitsrat hat sich in der vergangenen Nacht auf eine gemeinsame Libanon-Resolution einigen können. Mit dem Dokument fordert das New Yorker Weltgremium Israel zum Verzicht auf weitere Offensiven im Libanon und die Hisbollah-Miliz zur Einstellung ihre Angriffe auf. Demnach sollen libanesische Armee-Einheiten und UNO-Friedenstruppen nach der Einstellung der Kampfhandlungen im Südlibanon stationiert werden.

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