13:05 22 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Mitglieder Eurasischer Wirtschaftsgemeinschaft erörtern Zollunion und Energiemarkt

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Ein informelles Treffen der Staatschefs der Mitgliedsländer der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAEC) findet von Dienstag bis Donnerstag im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi statt.

    MOSKAU, 15. August (RIA Novosti). Ein informelles Treffen der Staatschefs der Mitgliedsländer der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAEC) findet von Dienstag bis Donnerstag im russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi statt.

    "Auf der Tagesordnung steht die Bildung einer Zollunion im Rahmen der Organisation", erfuhr RIA Novosti im Kreml. "In diesem Kontext werden Strategie und Taktik der Entwicklung der Gemeinschaft behandelt."

    Außerdem solle die Bildung eines gemeinsamen EAEC-Energiemarktes diskutiert werden.

    "Ein weiteres wichtiges Thema ist die Regelung der Wasser- und der Energieversorgung in Zentralasien und die Bildung eines Eurasischen Wasser- und Energiekonsortiums", erklärte der Kreml-Sprecher.

    Besondere Aufmerksamkeit werde der vertieften Zusammenarbeit der Gemeinschaft und der Organisation des kollektiven Sicherheitsvertrages geschenkt. Erörtert wird auch ein Beitritt Usbekistans.

    Seit der EAEC-Gründung 2000 wird dies das erste informelle Treffen der Staatschefs der Mitgliedsländer, zugleich aber bereits die dritte Begegnung der Präsidenten der EAEC-Länder seit Jahresbeginn sein.

    Außerdem wird Armeniens Präsident Robert Kotscharjan als Vertreter eines EAEC-Beobachterstaates daran teilnehmen.

    Wie EAEC-Generalsekretär Grigori Rapota in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, bietet das inoffizielle Format des Treffens die Möglichkeit, Meinungen zu einem großen Kreis aktueller Probleme der Wirtschaftskooperation zwischen den EAEC-Ländern zu behandeln.

    Was die Zollunion betrifft, so sollen die Seiten die Arbeit an den juristischen Aspekten der Bildung der Union bis zum Jahresende abschließen.

    Aus technischer Sicht sei alles für die Bildung der Rechtsgrundlage dieser Struktur bereit, "es gibt aber einige Momente, die eine politische Entscheidung erfordern", so Rapota.

    Für eine effektive Zollunion ist nach seiner Ansicht u. a. ein "supranationales Organ" erforderlich, das "die Zoll- und Tarifpolitik regeln würde". "Dies ist eine überaus komplizierte Aufgabe, und zwar weniger in technischer, sondern vielmehr in psychologischer Hinsicht", betonte er.

    Beim vorangegangenen EAEC-Gipfel im Juni in Minsk, hatte Weißrusslands Außenminister Sergej Martynow mitgeteilt, die Dokumente über die Bildung einer Zollunion seien allein zwischen Weißrussland, Russland und Kasachstan nur zu 60 Prozent abgestimmt.

    Der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft gehören Weißrussland, Kasachstan, Kirgisien, Russland, Tadschikistan und Usbekistan an. Armenien, Moldawien und die Ukraine haben einen Beobachterstatus.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren