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    "Nesawissimaja Gaseta": Israelische Panzer wurden im Libanon mit russischen Waffen vernichtet

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    MOSKAU, 15. August (RIA Novosti). Politiker in Tel Aviv machen derzeit einen großen Rummel darum, dass die israelischen Panzer im Libanon von modernen Panzerbekämpfungskomplexen aus russischer Produktion vernichtet wurden, welche angeblich heimlich von Moskau aus an die Hisbollah geliefert wurden.

    Vertreter der russischen Rüstungsindustrie bewerten das als eine Gratis-Reklame für die russischen Waffen, die die "unverletzbarsten Panzer der Welt" dutzendweise vernichten können, berichtet die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    Die israelische Zeitung "Haaretz" schreibt unter Berufung auf ihre Quellen in den Geheimdiensten, es handle sich um einen massiven Einsatz der leichten Panzerbüchsen vom Typ RPG-29 ("Vampir"), die Russland an Syrien verkauft hat. Russlands Außenministerium wies diese Anschuldigungen als "Erfindungen" zurück.

    "Wir danken den Herrschaften aus Tel Aviv dafür", sagte ein anonymer Vertreter der russischen Rüstungsbranche (der allerdings jeden Kommentar zum RPG-29-Problem strikt verweigerte). "Vor diesem Hintergrund könnte das Rüstungsexportunternehmen Rosoboronexport die Unterzeichnung einer Reihe von Verträgen beschleunigen, bei denen es um den Verkauf von Schusswaffen geht."

    Nach einem Überfall von Mudschaheddin auf Stellungen der israelischen Truppen im Dorf Radschar im November 2005 hatte Israel Russland entgegen der üblichen Praxis den Heckteil einer Rakete zur Untersuchung übergeben. "Hätten Rosoboronexport-Vertreter sogar Splitter von einer Rakete bekommen, auf der die Seriennummer zu lesen gewesen wäre, hätten sie auch dann niemals bestätigt, dass die jeweilige Munition gerade zu dem Waffenposten gehört, der nach Syrien, Iran oder sonst wohin entsandt wurde", sagte Oberst Anatoli Zyganok, Leiter des unabhängigen Zentrums für Militärprognosen. "Tel Aviv, Washington und die EU bewerten die Hisbollah offiziell als eine terroristische Struktur, in Russland aber steht die Hisbollah, wie übrigens auch die Hamas, nicht auf der vor kurzem veröffentlichten Liste der 17 Terrororganisationen, deren Aktivitäten auf dem Territorium Russlands verboten sind."

    Zugleich schloss er nicht aus, dass die neue Panzerbüchse aus Syrien an die Hisbollah geliefert werden konnte. "Die Schmuggelkanäle, über die diese Waffen aus Syrien in den Libanon gebracht werden, sind längst kein Geheimnis", sagte er. "Berichtet wurde, dass sich höhere syrische Militärs an der Organisation dieses regionalen Schwarzmarkts beteiligen könnten."

    Auch Gennadi Gudkow, Mitglied des Staatsduma-Sicherheitsausschusses, ist der Auffassung, dass diese Waffen über die illegalen Märkte in Syrien in den Libanon gelangen könnten.

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