02:10 26 September 2017
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    Japan fordert von Russland die Rückgabe des aufgebrachten illegalen Fischfangschiffes

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    Japan hat von Russland wiederholt die Rückgabe der Besatzung des aufgebrachten illegalen Fischfangschiffes gefordert.

    MOSKAU‚ 25. August (RIA Novosti). Japan hat von Russland wiederholt die Rückgabe der Besatzung des aufgebrachten illegalen Fischfangschiffes gefordert.

    Bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Außenminister Russlands Andrej Denissow am Freitag hat der Generalsekretär der regierenden Liberal-demokratischen Partei Japans, Tsutomu Takebe, außerdem Protest im Zusammenhang mit dem Tod eines Mitglieds der Schiffsmannschaft erhoben.

    Takebe gab in seiner Muttersprache eine kurze Pressekonferenz für japanische Journalisten, die nicht ins Russische übersetzt wurde.

    Nach Angaben von RIA Novosti hatte sich Takebe mehr als eine Stunde im Gebäude des russischen Außenministeriums aufgehalten.

    Der russische Küstenschutz hatte am 16. August vor der Tanfiljew-Insel der Kleinkurilen in den Hoheitsgewässern Russlands ein Schnellschiff ohne Erkennungszeichen und Signallichter gesichtet, das von Japan aus gefahren war.

    Da die Besatzung des Trawlers auf Signale der Patrouille nicht reagierte und sich in Richtung der japanischen Territorialgewässer entfernte, gaben die Grenzer Warnschüsse ab.

    Erst nach wiederholtem Warnfeuer legte sich das Schiff in Luv.

    An Bord des japanischen Fischereischoners "Kisshin maru 31" wurden 30 Kilogramm lebende Krabben, zehn Kilogramm Kraken und 25 Krabbenfallen sichergestellt. Eines der vier Besatzungsmitglieder hatte eine tödliche Schussverletzung am Kopf.

    Das aufgebrachte Schiff (Heimathafen Nimuro) wurde in die Hafensiedlung Juschno-Kurilsk geleitet.

    Gegen den Kapitän wurde ein Untersuchungsverfahren wegen illegaler Überquerung der russischen Staatsgrenze und wegen unrechtmäßigen Fanges von Wassertieren von Bord eines selbstfahrenden Wasserfahrzeuges eröffnet.

    Das russische Außenministerium äußerte sein Bedauern über den Tod des japanischen Seemannes und machte die Schiffsmannschaft sowie die japanischen Behörden für den Zwischenfall verantwortlich.

    Wie beim Föderalen Sicherheitsdienst Russlands hervorgehoben wurde, waren die russischen Seegrenzer gezwungen, gegen das japanische Schiff Waffen einzusetzen.

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