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    Verhandlungen in Athen: Transbalkanpipeline wird Thema

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    MOSKAU, 04. September (RIA Novosti). Russlands Präsident Wladimir Putin sein bulgarischer Amtskollege Georgi Parvanov und der Premierminister Griechenlands, Konstantinos Karamanlis, werden am Montag in dreiseitigen Verhandlungen in der griechischen Hauptstadt Athen die Energiezusammenarbeit in Südosteuropa besprechen.

    Wie Sergej Prichodko, Berater des russischen Präsidenten, im Vorfeld des Treffens vor Journalisten mitteilte, ist das Hauptthema der Verhandlungen die Umsetzung des Projekts zum Bau der Transbalkanpipeline Burgas-Alexandroupolis. Am 12. April vorigen Jahres war dazu ein dreiseitiges Regierungsmemorandum über die Zusammenarbeit bei der Umsetzung dieses Projekts unterzeichnet worden.

    "Ein Vorschlag, dieses Treffen durchzuführen, wurde von unseren Partnern Anfang vorigen Monats gemacht. Sie haben gefühlt, dass sich einerseits die Konkurrenz zuspitzt und andererseits das Projekt schon seit einigen Jahren besprochen wird und es gilt, ihm nun einen politischen Impuls zu verleihen", betonte der Kreml-Sprecher.

    Ihm zufolge soll ein Abschluss der intensiven Experten-Verhandlungen zur Pipeline gefunden werden und die Unterzeichnung eines konkreten Regierungsabkommens näher rücken, dessen Parameter abgestimmt werden.

    "Das Treffen soll einen Auftrieb für die Bemühungen unserer Länder um die wachsende gegenseitige Abhängigkeit in der Energiewirtschaft und die Sicherheit von Angebot und Nachfrage nach Energieträgern geben", sagte Prichodko.

    Im Ergebnis der Verhandlungen soll eine dreiseitige Deklaration über Zusammenarbeit in Energiewirtschaft angenommen werden. Dieses Dokument wird die Richtungen des Zusammenwirkens zwischen Russland, Bulgarien und Griechenland bei der Entwicklung des regionalen Energiedialogs bestimmen.

    Projekt Burgas Alexandroupolis sieht den Bau eines neuen, zusätzlichen Weges vor, der es ermöglichen wird, Erdöl aus Schwarzmeerhäfen an Märkte Europas, der USA und der asiatisch-pazifischen Region über Bulgarien und Griechenland zu liefern.

    Die projektierte Länge der Pipeline beträgt 280 km und die Durchlassfähigkeit 35 Millionen Tonnen im Jahr, mit der möglichen Vergrößerung auf 50 Millionen Tonnen. Das Projekt kostet voraussichtlich 783 Millionen Euro.

    Wie ein Berater des russischen Präsidenten mitteilte, werden Wladimir Putin, Georgi Parvanov und Konstantinos Karamanlis auch Meinungen zu einer Reihe von aktuellen internationalen und regionalen Problemen austauschen.

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