21:09 17 Oktober 2018
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    Nowyje Iswestija: Massiver Personalwechsel der russischen Regierung erwartet

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Im Oktober dieses Jahres könnten der russische Regierungschef Michail Fradkow und weitere Regierungsmitglieder entlassen werden, verrieten Quellen aus der Leitung der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments).

    Der wahrscheinlichste Kandidat für das Amt des Premierministers ist Experten zufolge der Erste Vize-Premier Dmitri Medwedew, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Donnerstag.

    Politologen sind von einer neuen Etappe der Operation "Präsidentennachfolger" überzeugt, sollte Medwedew Premier werden.

    Wladimir Ryschkow, unabhängiger Abgeordneter der Staatsduma: Es ist noch viel Zeit vor den Wahlen, und es wäre vernünftiger, solche Umstellungen frühestens ein Jahr oder sechs Monate vor den Wahlen vorzunehmen.

    Alexej Muchin, Generaldirektor des Zentrums für politische Information: Aus irgendeinem Grund halten alle Putins Werdegang für mustergültig. Das stimmt aber nicht, denn der Premierminister ist in Russland immer ein Sündenbock. Heute kommt Fradkow für Fehltritte der Regierung persönlich auf.

    Oleg Morosow, Erster Stellvertreter des Duma-Vorsitzenden (Einheitliches Russland): Der Staatspräsident hat laut Grundgesetz das Recht, die Regierung zu entlassen. Freilich sehe ich weder einen politischen noch einen wirtschaftlichen Grund für einen eiligen Regierungswechsel. Eine kollektive Entlassung ist kaum zu erwarten. Sehr wahrscheinlich werden nur einzelne Figuren in Ministerien ausgewechselt.

    Viktor Iljuchin, für die Sicherheit zuständiger Stellvertreter des Duma-Vorsitzenden (KPRF): In einem Jahr stehen Parlamentswahlen an. Fradkow wird zum Sündenbock gemacht und durch Dmitri Medwedew ersetzt.

    Gennadi Gudkow, Mitglied des Sicherheitsausschusses der Staatsduma (Einheitliches Russland): An die Stelle Fradkows kann jeder beliebige Gouverneur, Abgeordnete oder Minister treten. In Russland ist der Premierminister eine technische Figur, und es ist unwichtig, wer diesen Posten antritt.

    Sergej Markow, Direktor des Instituts für politische Studien: Die Ernennung Michail Fradkows hat gezeigt, dass Wladimir Putin unendlich viele Ersatzmänner in Reserve hat.

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