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    PACE-Präsident schlägt offiziellen Status der Kirchen vor

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    NISCHNI NOWGOROD, 07. September (RIA Novosti). Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, Rene van der Linden, schlägt vor, den Kirchen beim Europarat einen offiziellen Status zu gewähren.

    "Es wäre nur gerecht, den Kirchen beim Europarat einen offiziellen Status, wie ihn die nichtstaatlichen Organisationen haben, zu gewähren", sagte er am Donnerstag auf der internationalen Konferenz "Dialog der Kulturen und interkonfessionelle Zusammenarbeit" in Nischni Nowgorod.

    Das sollte, sagte van der Linden, ein gleicher Status sein wie zum Beispiel der der Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und anderen ähnlichen Organisationen.

    Jede Religion rufe zur Toleranz und Barmherzigkeit auf, keine davon predige Gewalt, betonte der PACE-Präsident: "Extremismus und Fundamentalismus sind eine entstellende Auslegung der Religion, eine Auslegung, die sie zu einem Kampfwerkzeug macht."

    Deshalb sei es notwendig, im Rahmen des Europarates die Zusammenarbeit mit den Religionen zu fördern.

    Van der Linden unterstützte jedoch das Prinzip der Trennung der Kirche vom Staat. Er äußerte die Hoffnung, dass die Oberhäupter der Konfessionen seine Einladung annehmen und demnächst vor den Mitgliedern des Europarates sprechen werden.

    Ferner forderte van der Linden dazu auf, die Anstrengungen im Kampf gegen Armut und soziale Isolierung, die zur Ausbreitung des Terrorismus führen, zu vereinigen.

    Außerdem müsse "die Aufmerksamkeit auf das Bildungswesen konzentriert werden". Der PACE-Präsident betonte: "Der interkulturelle und interkonfessionelle Dialog ist der einzige Weg zur Gewährleistung von Stabilität in Europa und der ganzen Welt."