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    Kofi Annan und Rodriguez Zapatero verurteilen "gesetzwidrige Methoden zur Terrorbekämpfung

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    MADRID, 07. September (RIA Novosti). UNO-Generalsekretär Kofi Annan und der spanische Premier Jose Luis Rodriguez Zapatero haben am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressekonferenz in Madrid "die gesetzwidrigen Methoden zur Bekämpfung des Terrorismus" verurteilt.

    "Bei der Bekämpfung des Terrorismus dürfen die Rechte und Freiheiten des Menschen auf keinen Fall verletzt werden. Denn wenn wir solche Rechtsverletzungen zulassen, verstoßen wir somit gegen das Gesetz, geben unsere eigenen Prinzipien preis und erweisen den Terroristen einen unschätzbaren Dienst", sagte Kofi Annan in Beantwortung einer Journalistenfrage nach seiner Einstellung zu den geheimen Gefängnissen der CIA.

    Rodriguez Zapatero stimmte der von Annan geäußerten Meinung zu, dass der Terrorismus nur von der Position eines Rechtsstaates und der Demokratie zu bekämpfen sei.

    "Das Bestehen geheimer Gefängnisse ist mit den Prinzipien der Demokratie nicht zu vereinbaren, weil diese Prinzipien die Wahrung der Rechte aller Menschen, sogar der Terroristen, vorsehen", betonte der spanische Premier.

    Der UNO-Generalsekretär war am Mittwochabend, aus der Türkei kommend, in Spanien, dem Endziel seiner elftägigen Nahost-Rundreise, eingetroffen, um die spanische Führung über die Ergebnisse seiner Mission zu informieren.

    Im Mittelpunkt eines einstündigen Gesprächs zwischen Annan und Rodriguez Zapatero, das der Pressekonferenz vorangegangen war, wurden die Situation im Nahen Osten, die bevorstehende Entsendung einer spanischen Friedenstruppe in den Libanon und das Nuklearprogramm Irans erörtert.

    Auf die Haltung Spaniens zum iranischen Nuklearprogramm eingehend, sagte Rodriguez Zapatero vor den Journalisten, sein Land trete für den Dialog und eine politische Lösung des Problems ein.

    Kofi Annan hatte am Donnerstagvormittag den spanischen König Juan Carlos besucht und sich mit dem ehemalogen spanischen Premier Felipe Gonzalez getroffen sowie ihm "den Posten des Chefs der Expertenkomitees für die Förderung der Staatsmacht in der Demokratischen Republik Kongo angeboten".

    Kofi Annan reist am heutigen Donnerstag nach New York.

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