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    Russland besteht auf weiteren Gesprächen mit Estland über Grenzvertrag

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    MOSKAU, 07. September (RIA Novosti). Russland besteht auf der Fortsetzung der Verhandlungen mit Estland über den Grenzvertrag - in der Befürchtung, dass der in Tallinn ratifizierte Text dieses Dokumentes in Zukunft juristisch für Territorialforderungen an Moskau genutzt werden könnte.

    Das teilte der stellvertretende Außenminister Russlands Wladimir Titow der RIA Novosti mit.

    "Das Problem besteht darin, dass sie (die Esten) in das Ratifizierungsgesetz Bestimmungen aufgenommen hatten, die aus rein juristischer Sicht die Möglichkeit bieten, gegen uns irgendwelche territoriale Ansprüche zu erheben", sagte der Diplomat.

    Ihm zufolge hatte Russland vorgeschlagen, zusätzliche Bestimmungen in den Vertragstext aufzunehmen, "nach denen alle früheren Abkommen und Verträge in unserer Geschichte, die den Grenzverlauf quasi festlegen, ungültig sind".

    Laut Titow wurde dieser Vorschlag vor mehr als einem Monat unterbreitet. Die estnische Seite habe geantwortet, sie sei nicht gewillt, neue Verhandlungen aufzunehmen, woraufhin Russland sein Bedauern darüber geäußert habe.

    "Wir hoffen, dass ein realistischeres Herangehen an diese Frage die Oberhand gewinnen wird", aber "der Ball liegt auf ihrer Seite", sagte der russische stellvertretende Außenminister.

    In diese Frage sei in einem großen Maße die estnische Politik verwickelt. Aus diesem Grund habe die Regierung in Tallinn offensichtlich "keine Möglichkeit, das Parlament von der Fehlerhaftigkeit seiner Entscheidung zu überzeugen".

    Titow schlug vor, zu verfolgen, wie sich die Ereignisse im kommenden Jahr entwickeln werden, zu welchem Zeitpunkt im Frühjahr die Parlamentswahlen stattfinden und ob dabei irgendwelche Veränderungen eintreten.

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