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    Abzug russischer Streitkräfte aus Transkaukasien gestoppt - Offiziere einkaserniert

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    ROSTOW AM DON, 30. September (RIA Novosti) Der Abzug von Einheiten der Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien ist angesichts der jüngsten Entwicklung in Georgien gestoppt worden. Das teilte Armeegeneral Alexander Baranow, Chef der Streitkräfte des Nordkaukasischen Militärbezirks, am Sonnabend in einer Pressekonferenz in Rostow am Don mit.

    "Alle Offiziere und Fähnriche sind einkaserniert", fügte er hinzu. Dies erfolgte im Interesse der Sicherheit der Militärangehörigen, "um die Bewegungen der Einheiten und damit Möglichkeiten für die Entstehung negativer Situationen um die Militärangehörigen auf ein Minimum zu reduzieren".

    "Unsere Hauptaufgabe besteht jetzt darin, die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten und Russlands Ehre zu verteidigen", betonte der Armeegeneral.

    Nach seiner Ansicht verstoßen Georgiens Behörden mit ihrem Vorgehen gegen die Verträge, mit denen die Präsenz der Truppen der Gruppe der Russischen Streitkräfte in Transkaukasien auf dem Territorium Georgiens geregelt wird. Dahinter stehen in erster Linie "die Aktivitäten der beiden Falken - des Verteidigungs- und des Innenministers Georgiens".

    Am 27. September waren fünf russische Militärangehörige wegen angeblicher Spionage festgenommen worden. Einer von ihnen wurde später freigelassen, während gegen die vier anderen eine Spionage-Anklage erhoben wurde. Auf Beschluss des Stadtgerichts in Tiflis werden sie die nächsten zwei Monate in der Untersuchungshaft verbringen.

    Die russische Seite bewertete die Verhaftung der Militärangehörigen als eine Provokation.

    Indessen sollen die russischen Truppen von den in Georgien gelegenen Militärstützpunkten vertragsgemäß bis 2008 abgezogen werden.