21:22 20 August 2017
SNA Radio
    Politik

    Russland - Israel: Ehud Olmerts Besuch und 100 Jahre Moskauer Choralsynagoge

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 2 0 0
    MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Russlands Hauptrabbiner Adolf Schajewitsch vom Kongress der jüdischen religiösen Organisationen hofft, dass der Russland-Besuch des israelischen Regierungschefs Ehud Olmert auch zu einer friedlichen Beilegung im Nahen Osten beitragen wird.

    In einem Interview für RIA Novosti drückte Schajewitsch zudem die Hoffnung aus, dass Olmerts Gespräche mit russischen Politikern den Beziehungen beider Staaten zusätzliche Impulse geben werden.

    Er sei überzeugt, dass Russland bei der Nahost-Regelung eine aktivere Rolle spielen muss, sagte Schajewitsch. "Einerseits genießt Russland Ansehen bei der islamischen Welt und man hört dort auf seine Meinung. Andererseits strebte Israel schon immer nach guten Beziehungen mit Russland", stellte der Rabbiner fest.

    Der 15. Jahrestag der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Moskau und Tel Aviv, der Besuch Olmerts und seine Verhandlungen mit der russischen Staatsführung seien sowohl in Israel als auch in Russland "sehr wichtige politische Ereignisse", urteilte Schajewitsch. Sie fallen mit dem 100. Jahrestag der Moskauer Choralsynagoge zeitlich zusammen, die im Oktober 1948 von der ersten israelischen Botschafterin in der Sowjetunion Golda Meir besucht wurde und seitdem eine besondere Rolle für die geistigen Beziehungen beider Völker spiele, sagte Schajewitsch. Auf der israelischen Zehn-Schekel-Monete ist Meir vor dem Hintergrund der Moskauer Synagoge eingeprägt, erinnerte er.

    Am Mittwochabend soll Olmert an der 100-Jahre-Feier der Moskauer Choralsynagoge teilnehmen. "Seit ihrer Eröffnung vor 100 Jahren wurde diese Synagoge niemals geschlossen, auch nicht in den schwersten Zeiten der russischen Geschichte", betonte Schajewitsch.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren