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    Nukleartest-Konflikt: Russland rechnet mit Vernunft in Nordkorea

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    Nordkoreanischer Atomtest (74)
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    Moskau rechnet damit, dass Nordkorea auf die Bedenken der Völkergemeinschaft über den vorgenommenen Atomwaffentest konstruktiv reagieren werde.

    MOSKAU, 18. Oktober (RIA Novosti). Moskau rechnet damit, dass Nordkorea auf die Bedenken der Völkergemeinschaft über den vorgenommenen Atomwaffentest konstruktiv reagieren werde.

    In einem Kommentar des Informations- und Presseamtes vom russischen Außenministerium zur Reaktion Nordkoreas auf die Resolution 1718 des UN-Sicherheitsrats heißt es: "Wir hoffen darauf, dass unsere nordkoreanischen Partner früher oder später die Besorgnis der Völkergemeinschaft über den von der KDVR vorgenommenen Nukleartest konstruktiv aufnehmen und eine rationelle Entscheidung zum Ausstieg aus der gegenwärtig komplizierten Situation treffen werden, und zwar nicht auf dem Wege einer nuklearen Konfrontation, sondern durch friedliche Verhandlungen."

    Dem Außenministerium zufolge "müssen alle anderen Teilnehmer der Sechserverhandlungen entsprechend der Resolution 1718 notwendige Anstrengungen unternehmen, damit die Bestimmungen der gemeinsamen Erklärung vom 19. September 2005 in die Tat umgesetzt werden".

    Nur auf solche Weise könnten gegenseitig annehmbare Lösungen gefunden werden, die das Regime der nuklearen Nichtweiterverbreitung durch eine Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel sichern und die begründete Besorgnis Nordkoreas berücksichtigen würden, so der Kommentar.

    Nordkorea hatte am 9. Oktober einen erfolgreichen Nukleartest bekannt gegeben, der gleich darauf von der Weltgemeinschaft scharf verurteilt wurde. Vertreter verschiedener Länder äußerten große Besorgnis darüber.

    Der UN-Sicherheitsrat nahm am 14. Oktober eine spezielle Resolution an, welche die Einfuhr von atomaren Ausrüstungen, die für militärische Zwecke genutzt werden könnten, nach Nordkorea verbietet.

    Die Resolution wurde von Nordkorea verurteilt und abgelehnt. In einer Sprechererklärung des nordkoreanischen Außenministeriums wurde das Dokument des UN-Sicherheitsrats als eine Folge "der feindlichen Politik der USA" und "Kriegserklärung" gegen den nordkoreanischen Staat bezeichnet. Zudem noch als Versuch bewertet, "die einzigartige sozialistische Staatsordnung" von Nordkorea zu zerrütten.

    Bei der vierten Runde der Sechserverhandlungen über das nukleare Problem auf der Koreanischen Halbinsel im September vergangenen Jahres in Peking war eine gemeinsame Erklärung angenommen worden. Darin wurden die Prinzipien der Einstellung des Nuklearprogramms der KDVR festgehalten, die sich im Februar 2005 zu einer Nuklearmacht erklärte hatte.

    Die Sechserverhandlungen, an denen Diplomaten aus Russland, den USA, Nordkorea, Südkorea, China und Japan beteiligt waren, wurden Ende 2005 eingefroren, als sich Pjöngjang nach US-Sanktionen gegen nordkoreanische Bankkonten im Ausland geweigert hatte, über sein Nuklearprogramm zu verhandeln.

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