08:22 23 August 2017
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    Armeniens Präsident wirbt in Deutschland für friedliche Lösung des Karabach-Konflikts

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    JEREWAN, 17. November (RIA Novosti). Armenien tritt für eine friedliche Lösung des Konfliktes um Bergkarabach ein, sagte der armenische Präsident Robert Kotscharjan am Donnerstag bei einem Besuch in der Berliner Bertelsmann-Stiftung.

    "Schleichende Konflikte hemmen die natürliche Entwicklung des Südkaukasus", erklärte er. Die Minsker Vermittlergruppe tue viel, um die Positionen beider Konfliktparteien einander näher zu bringen. Aber ungeachtet der intensiven Verhandlungen gebe es wenig Grund für Optimismus, sagte Kotscharjan nach Angaben seines Presseamtes.

    Das Volk von Bergkarabach habe "in voller Übereinstimmung mit dem Völkerrecht" sein Recht auf Selbstbestimmung wahrgenommen, betonte der armenische Präsident.

    Diese Region habe infolge des Zerfalls der Sowjetunion die Unabhängigkeit erlangt und sei nie Bestandteil des unabhängigen Aserbaidschan gewesen, stellte er fest. Seitdem habe sich in dieser Republik eine Zivilgesellschaft entwickelt.

    Durch regelmäßige demokratische Wahlen habe Bergkarabach sein Existenzrecht unter Beweis gestellt. In diesen Jahren sei dort eine Generation herangewachsen, die sich selbst "als Verkörperung und Garant" der Unabhängigkeit ihres Staates betrachtet". "Wir kennen keinen Fall einer Nation, die die Unabhängigkeit, die sie 15 Jahre genossen hat, freiwillig wieder aufgibt. Wir sprechen hier von irreversiblen Veränderungen, die sich in der Mentalität der Menschen vollzogen haben", sagte der armenische Präsident. Er weilt seit dem 15. November zu einem dreitägigen Arbeitsbesuch in Deutschland.

    Nach dem Ende der Sowjetunion befinden sich die südkaukasischen Republiken Armenien und Aserbaidschan in einer lang andauernden Auseinandersetzung um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem sich Bergkarabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg. Seit der Ausrufung der Waffenruhe im Jahr 1994 verbesserte sich die Situation nicht wesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in der Beziehung zwischen Armenien und Aserbaidschan.

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