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    Roskosmos dementiert US-Berichte über Absturz russischer Raketenteile

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    Russland hat mit den in den USA abgestürzten Raketenteilen nichts zu tun, sagte Igor Panarin, Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, gegenüber RIA Novosti.

    WASHINGTON, 05. Januar (RIA Novosti). Russland hat mit den in den USA abgestürzten Raketenteilen nichts zu tun, sagte Igor Panarin, Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, gegenüber RIA Novosti.

    So kommentierte er die Meldungen aus den USA, denen zufolge Trümmer einer halb verglühten russischen Weltraumrakete auf amerikanischen Boden gefallen sind.

    Panarin zufolge wurden alle Teile der Rakete Sojus 2-1B, die am 27. Dezember das Weltraumteleskop COROT ins All gebracht hatte, am gleichen Tag im Pazifik versenkt. Seitdem habe es in Russland keine Weltraumstarts gegeben.

    Zuvor hatte Panarin eingeräumt, dass der Booster "Fregat", mit dem die Rakete ausgestattet war, in der Atmosphäre nicht gänzlich verglühen, von der vorgegebenen Flugbahn abweichen und auf die Erde aufprallen konnte.

    Doch nach der Auswertung der Daten der Telemetriesysteme bestehen keine Zweifel mehr, dass es sich bei den Trümmern hundertprozentig nicht um russische Raketentechnik handelt, sagte Panarin. Beim Start der Rakete gab es weder Zwischenfälle, noch fielen ungeplant Teile ab, sagte Panarin. Der Fregat-Booster wurde am gleichen Tag in einem Teil des Pazifik bei 9,93° nördlicher Breite und 177,58° westlicher Länge versenkt.

    Davor hatte das Nordamerikanische Luft- und Weltraum-Verteidigungskommandos (NORAD) amtlich bekannt gegeben, dass im Raum Riverton (US-Bundesstaat Wyoming) möglicherweise Trümmer einer russischen Trägerrakete abgestürzt seien, die vermutlich am 27. Dezember ins All abgehoben war. Menschen wurden laut ersten Erkenntnissen nicht verletzt. Die Trümmer haben keine Schäden angerichtet.

    Die Regierung des US-Bundesstaates Wyoming bestätigte bereits den Absturz der Trümmer. Die Polizei fand vor Ort einen 90 Zentimeter tiefen und 1,5 Meter breiten Krater vor, jedoch keine Raketenteile.

    Die Suche nach den Trümmern geht weiter.

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