07:58 20 Oktober 2018
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    Weißrussland sucht nach Alternativen zu russischen Energielieferungen

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    Weißrussland sucht nach den drastischen Preiserhöhungen für Rohöl aus Russland nach alternativen Bezugswegen.

    MINSK, 24. Januar (RIA Novosti). Weißrussland sucht nach den drastischen Preiserhöhungen für Rohöl aus Russland nach alternativen Bezugswegen.

    Diese Aufgabe habe die höchste Priorität, trug Staatspräsident Alexander Lukaschenko seiner Regierung beim Besuch einer Raffinerie in der Stadt Nowopolozk am 23. Januar auf. Nach Angaben des Pressedienstes des Präsidenten wurde Lukaschenko in einer Beratung in Nowopolozk von Vorschlägen des Kabinetts zur Suche nach alternativen Energiequellen in Kenntnis gesetzt.

    "Die Regierung Weißrusslands prüft aktiv Fragen der Zusammenarbeit im Energiebereich mit solchen Ländern wie Aserbaidschan, der Iran und Venezuela", sagte der Erste Vizeregierungschef Wladimir Semaschko. Hierbei gebe es gewisse Fortschritte. Energieressourcen aus diesen Ländern könnten unter anderem über Ostseehäfen geliefert werden.

    "Gegenwärtig wird die Frage der Wiederaufnahme der Öllieferungen in der baltischen Richtung geprüft. Die weißrussische Seite erwägt die Möglichkeit der Nutzung von Ostseehäfen für Öllieferungen nach Nowopolozk und Mosyr", fuhr Semaschko fort.

    Möglich wäre auch, Rohöl über eine Pipeline zwischen Ventspils (Lettland) und Nowopolozk zu pumpen. "Das Projekt würde in diesem Fall bis zu 30 Millionen US-Dollar kosten und in etwa 2,5 Jahren umgesetzt.“ Zudem halte Weißrussland die Nutzung ukrainischer Untergrundgasspeicher (UGS) für sinnvoll. Darüber hinaus sollten in Weißrussland selbst nach Semaschkos Worten neue UGS gebaut und alte ausgebaut werden.

    Zu den weiteren Maßnahmen zur Diversifizierung der Nutzung von Energieträgern in der Wirtschaft zählte der Vizeregierungschef den Bau von Kraftwerken, die sowohl mit Kohle als auch mit Wasser oder Biobrennstoff betrieben werden. In Kleinstädten sollten umfassender kleine Wärmekraftwerke genutzt werden.

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