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    Kupons statt Dollars: Nordkorea verbietet Devisenverkehr

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    TOKIO, 25. Januar (RIA Novosti). In Nordkorea ist der Devisenverkehr innerhalb des Landes eingestellt worden.

    Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo Tsushin am Donnerstag unter Berufung auf südkoreanische Massenmedien.

    Laut Quellen der Zeitung „Dong-a Ilbo“ haben die nordkoreanischen Behörden am 22. Januar den Erlass herausgegeben, der den Gebrauch von Dollar, Euro, Yen und sonstiger Fremdwährung bei Kauf- beziehungsweise Handelsgeschäften verbietet. Der Erlass trat noch am selben Tag in Kraft.

    Nach Meinung des Blattes haben diese Maßnahmen zum Ziel, die Fremdwährungen der Bürger unter Kontrolle zu bringen. Die nordkoreanischen Behörden hätten diesen Schritt angesichts der von den USA verhängten Finanzsanktionen gemacht.

    Waren bislang die Preise in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang mitunter in Dollars angegeben und der Abschluss von Geschäften in Devisen erfolgt, sollen die Koreaner jetzt ihre Devisenmittel gegen Kupons an einer Wechselstelle eintauschen.

    Im Beitrag heißt es ferner, dass solche Schritte in Nordkorea bereits früher unternommen und späterhin wieder aufgehoben worden waren.

    Die Finanzsanktionen der USA gegen Nordkorea wurden Ende 2005 unter dem Vorwand des Kampfes gegen die Geldwäsche und gegen die Verbreitung von gefälschten Dollarscheinen eingeführt. Pjöngjang, das diese Anschuldigungen zurückgewiesen hat, bewertet den Druck der US-Administration als Folge eines „feindlichen Kurses“. Die nordkoreanische Seite betrachtet die Aufhebung der Sanktionen als die Hauptfrage auf dem Weg zur Lösung des Nuklearproblems.

    Indes wurden keinerlei tatsächliche Beweise für die Beteiligung Pjöngjangs an kriminellen Tätigkeiten im Finanzbereich erbracht. Es wird erwartet, dass in der kommenden Woche in Peking die nächste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und Nordkorea über die Frage der Aufhebung der finanziellen Einschränkungen stattfindet.

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