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    Energiestreit mit Weißrussland: Staatsduma-Rat will Empfehlungen ausarbeiten

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    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). Der Rat der Staatsduma will Empfehlungen für die Beziehungen zwischen Moskau und Minsk im Energiebereich ausarbeiten, die vor und nach Jahresanbruch wegen des Transit-Skandals um russisches Erdöl durch weißrussisches Territorium getrübt worden waren.

    Wie der Vorsitzende des Unterhauses, Boris Gryslow, mitteilte, sollen in einer erweiterten Sitzung des Staatsduma-Rates am Donnerstag die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beider Staaten und die Aussichten für den Aufbau eines Unionsstaates erörtert werden.

    „Wir haben Ende vergangenen und Anfang dieses Jahres Momente einer Energiekrise durchlebt - nicht etwa wegen eines Fehlens von Energieressourcen, sondern wegen der Unkoordiniertheit bei den Energielieferungen“, sagte Gryslow.

    Es werden Empfehlungen sowohl für die Staatsduma und die Regierung als auch für die Parlamentarische Versammlung des Unionsstaates ausgearbeitet.

    An der erweiterten Sitzung des Staatsduma-Rates nehmen leitende Mitarbeiter des Wirtschafts- und Handelsministeriums, des Ministeriums für Industrie und Energiewirtschaft und des Verteidigungsministeriums sowie des Sekretariats des Unionsstaates teil.

    Die Regierungen von Russland und Weißrussland haben am 12. Januar auf Grundlage der Ergebnisse zweitägiger Verhandlungen ein Abkommen über die Regelung beim Export von Öl und Ölprodukten unterzeichnet.

    Minsk hatte am 01. Januar dieses Jahres den Zoll (in Höhe von 45 US-Dollar je Tonne) für den Transittransport von russischem Erdöl durch weißrussisches Territorium nach Europa eingeführt. Als Folge wurden die Öllieferungen durch die „Druschba“-Pipeline in der Nacht zum 08. Januar nach Polen und Deutschland sowie am selben Tag noch in die Slowakei eingestellt.

    Die weißrussische Regierung hob am 10. Januar den Beschluss über die Zollerhebung auf, woraufhin am 11. Januar die Öllieferungen durch die „Druschba“-Pipeline nach Europa komplett wieder aufgenommen wurden. Die Verhandlungen endeten mit der Unterzeichnung eines Abkommens zu den diskutierten Fragen.

    Der russische Konzern Gasprom hatte zwei Minuten vor dem Jahreswechsel einen Vertrag mit Weißrussland über die Lieferung von russischem Erdgas signiert. Demnach kauft Minsk im Jahr 2007 russisches Gas für 100 US-Dollar je 1000 Kubikmeter. Die Lieferungen werden von Minsk in Geld bezahlt.

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