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    Dumachef Gryslow: einheitliche russisch-weißrussische Währung kommt vorläufig nicht in Frage

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    Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Boris Gryslow, bezeichnete das Ausbleiben eines russisch-weißrussischen Freihandelsraums und eines einheitlichen Emissionszentrums als eines der wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zur Einführung einer gemeinsamen Währung.

    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). Der Vorsitzende der russischen Staatsduma, Boris Gryslow, bezeichnete das Ausbleiben eines russisch-weißrussischen Freihandelsraums und eines einheitlichen Emissionszentrums als eines der wichtigsten Hindernisse auf dem Weg zur Einführung einer gemeinsamen Währung.

    Das erklärte er während der heutigen Sondersitzung des Dumarates, die der Handels- bzw. Wirtschaftskooperation zwischen den beiden Ländern gewidmet war.

    Darüber hinaus informierte Gryslow, dass in Weißrussland nach wie vor insgesamt 59 Beschränkungen für russische Waren gelten. Die russische Seite habe die weißrussischen Kollegen darüber informiert. Der Dumachef sagte, er hoffe, dass Moskau und Minsk „bei der Regelung dieser Angelegenheit Fortschritte machen werden“.

    Hinsichtlich der Perspektiven der Verfassungsakte der russisch-weißrussischen Union sagte Gryslow, ihre Vereinbarung sei „ein langer Prozess der gegenseitigen Annäherung, deren Erfolg von der Stärkung der Vertrauensbeziehungen“ abhänge.

    Zum Thema russisch-weißrussische Handelsbeziehungen sagte Gryslow, der Handelsumsatz sei im Jahr 2006 um 41 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen und habe 17,6 Milliarden US-Dollar betragen.

    Zugleich präzisierte er, dass die in Russland hergestellten Produkte mehr als 57 Prozent des gesamten Warenumsatzes Weißrusslands ausmachen und dass insgesamt 80 Mitglieder der Russischen Föderation mit Weißrussland in Wirtschaft, Wissenschaft sowie im humanitären Bereich zusammenwirken.

    Dennoch, stellte der Dumavorsitzende fest, sei die wichtigste Aufgabe zurzeit, „den Entwicklungsprozess der russisch-weißrussischen Beziehungen maximal durchsichtig zu machen“, und zwar nicht nur auf dem Niveau der Legislativakten, womit sich ja die Parlamentsversammlung der Union befasse, sondern auch auf dem Niveau ihrer praktischen Umsetzung.

    Ferner verwies Gryslow darauf, dass die russisch-weißrussische Integration seit den 90er Jahren andauere und dass der Vertrag über die Unionsbildung im Jahr 1999 geschlossen worden sei. Seit dieser Zeit seien insgesamt 129 Verträge und Abkommen auf verschiedenen Gebieten unterzeichnet worden, fügte er hinzu.

    Der Haushalt der russisch-weißrussischen Union habe im Jahr 2006 bei 3,1 Milliarden Rubel gelegen. Im laufenden Jahr solle er um über 30 Prozent wachsen, so der Dumachef.

    Aus dem Haushalt der Union seien 35 Programme zu finanzieren, die unter anderem das Sozialwesen betreffen. In den jüngsten Jahren haben Russland und Weißrussland mehr als 40 gemeinsame Programme umgesetzt, ergänzte Boris Gryslow.

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