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    Russische Experten bezeichnen Meldungen über Uran-Schmuggel nach Georgien als Provokation

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    Die jüngste Mitteilung des georgischen Außenministeriums über die Festnahme und Verurteilung eines Bürgers Russlands wegen des Schmuggels von hochangereichertem Uran ist eine "von langer Hand geplante Provokation".

    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). Die jüngste Mitteilung des georgischen Außenministeriums über die Festnahme und Verurteilung eines Bürgers Russlands wegen des Schmuggels von hochangereichertem Uran ist eine "von langer Hand geplante Provokation".

    Das sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates des russischen Unternehmens Atompromressursy, Andrej Tscherkassenko, am Donnerstag in Moskau. Zuvor hatte das georgische Außenamt informiert, dass der Einwohner der russischen Teilrepublik Nordossetien Oleg Chilzagow zu acht Jahren Haft verurteilt worden ist. Er war des Versuchs angeklagt, 100 Gramm hochangereichertes Uran in Georgien abzusetzen. Den Angaben nach hatte der Gerichtsprozess bereits im Sommer vergangenen Jahres stattgefunden.

    "Es ist äußerst merkwürdig, dass die georgische Seite und Vertreter der Atomkreise der USA, die seit über einem Jahr über diesen Zwischenfall informiert sind, beschlossen, Angaben darüber zu der Zeit zu veröffentlichen, da sich der russische Präsident Wladimir Putin zu einem Besuch in Indien aufhält, da beide Länder ein Memorandum über den Bau von weiteren vier Reaktoren für indische Atomkraftwerke unterzeichnen wollten", sagte Tscherkassenko.

    Auch die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) habe in diesem Zusammenhang Besorgnis geäußert, weil die georgische Seite die Behörde nicht von diesem Zwischenfall in Kenntnis gesetzt habe. Tscherkassenko dementierte Erklärungen Georgiens, wonach russische Experten eine Kooperation mit ihren georgischen Kollegen zur Klärung des Falls verweigert hätten.

    "Nach mir vorliegenden Angaben waren russische Experten in Georgien gewesen und hatten an einer der ersten Vernehmungen des Schmugglers teilgenommen. Sie versuchten auch, die geringfügige Menge des Stoffes zu analysieren, die die georgische Seite zur Verfügung gestellt hatte. Da aber der Stoff mehr als zehn Jahre alt war und Georgien nur extrem wenig davon übergab, konnte das Ursprungsland des Stoffes nicht festgestellt werden."

    Bislang habe niemand beweisen können, dass dieses hochangereicherte Uran in einem Betrieb auf dem Territorium Russlands hergestellt worden sei. "Mehr noch. Die Russische Atombehörde Rosatom hatte das US-Energieministerium ersucht, einen Teil des Stoffes zu Analysen in Russland zur Verfügung zu stellen, den die Amerikaner von der georgischen Seite erhalten hatten. Die Antwort der USA blieb aus", fuhr der Experte fort.

    "Es entsteht der Eindruck, dass die georgische Seite diese Information mit Billigung ihrer amerikanischen Kollegen vorerst storniert hatte und jetzt zu dem Schluss gelangte, dass ihre Preisgabe besondere Dividenden bringe. Davon zeugt die Tatsache, dass davon nicht einmal die IAEO in Kenntnis gesetzt wurde."

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