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    Abchasiens Präsident wirft Georgien militaristische Absichten vor

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    MOSKAU, 25. Januar (RIA Novosti). In Tiflis hat man nicht auf die Pläne verzichtet, das Problem der territorialen Unteilbarkeit Georgiens durch Gewaltanwendung zu lösen.

    Das erklärte der Präsident Abchasiens, Sergej Bagapsch, am Dienstag in einem Interview für RIA Novosti.

    Das war sein Kommentar zur heutigen Äußerung des georgischen Staatschefs Michail Saakaschwili, es wäre der Zeitpunkt für eine „vollwertige Wiedervereinigung“ Georgiens durch die Rückführung Abchasiens und Südossetiens gekommen. In der nächsten Zeit werde eine Erklärung Suchumis zu diesem Thema veröffentlicht werden, betonte der Präsident der abtrünnigen Teilrepublik.

    „Wir haben schon immer die Weltgemeinschaft darauf hingewiesen, dass Georgien ein militaristischer Staat ist. Georgien ist ein Aggressor. Es hat nur ein Ziel: das Problem der territorialen Einheit gewaltsam zu lösen. Sollte Saakaschwili diesen Weg wählen, dann weiß ich nicht, was er vereinigen kann. Dass er aber sein eigenes Land ruinieren kann, ist eine Realität“, unterstrich Bagapsch.

    Die Militär- und Sicherheitsstrukturen der Republik seien entsprechend instruiert worden, „denn Provokationen seitens Georgiens kommen immer wieder vor“, fuhr er fort. „Wir werden unser Bestes tun, um der negativsten Entwicklung der Situation vorzubeugen“, versicherte Bagapsch.

    Dennoch stellte er fest, dass die aktuelle Situation im Land tatsächlich „sehr ernst“ sei, „und zwar nicht nur für Abchasien und Südossetien, sondern für die ganze Kaukasus-Region“. Zugleich verwies Bagapsch darauf, dass Tiflis besonders aggressiv agiere, wenn die Popularitätsrate Saakaschwilis sinke.

    Saakaschwilis Gerede über Demokratie sei nur für das Ausland bestimmt, betonte der abchasische Präsident. Wenn es aber um die Situation in seinem eigenen Land und sein Verhalten zu den Nachbarländern geht, „dann riecht es nicht einmal nach Demokratie“, ergänzte er.

    „Wir kennen den georgischen Staatschef sehr gut und wissen genau, was seine Erklärungen bedeuten und worauf seine Handlungen ausgerichtet sind“, erklärte Bagapsch weiter. „Im Verhalten eines jeden Präsidenten muss eine normale Logik vorhanden sein, die sich aber in den Handlungen von Tiflis nicht beobachten lässt. So beginnen während der Verhandlungen über die Konfliktregelung im georgisch-abchasischen Raum Provokationen im Kodori-Tal. Dann redet Georgien wieder von Frieden, aber es kommt sofort zu Provokationen im Kreis Gali“, stellte er fest.

    Dennoch gab Bagapsch seiner Hoffnung Ausdruck, dass es in Georgien vernünftige Kräfte gebe, „die begreifen, dass ein militärisches Szenario für niemanden akzeptabel“ sei. „Sollte sich aber Georgien für diesen Weg entscheiden, dann werden Abchasien, Südossetien und unsere Freunde darauf gefasst sein“, fügte er hinzu.

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