21:04 20 Juni 2018
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    UNO über neuen Plan für nationale Aussöhnung in Afghanistan beunruhigt

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    GENF, 02. Februar (RIA Novosti). Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte Louise Arbour hat am Freitag ihre Befürchtungen bezüglich eines neuen Plans für nationale Aussöhnung in Afghanistan zum Ausdruck gebracht.

    Dieser Plan sieht eine Amnestie für alle Teilnehmer an militärischen Handlungen in den letzten 25 Jahren vor.

    Ihr zufolge kann die Umsetzung dieses Plans, der am 31. Januar vom Unterhaus des afghanischen Parlaments bestätigt wurde, dazu führen, dass solche ernsthaften Verletzungen der Menschenrechte wie Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit unbestraft bleiben.

    Die UN-Hochkommissarin ist der Meinung, dass der Plan den Prozess zur Sicherung des dauerhaften Friedens durch die Wiederherstellung der Rechtsnormen in Afghanistan unterminieren werde.

    „Die Schuldigen an ernsthaften Menschenrechtsverletzungen müssen vor Gericht gestellt werden. Das ist sowohl für die heutige als auch für die künftigen Generationen lebenswichtig“, erklärte Arbour.

    „Die Erfahrungen haben mehr als einmal gezeigt, dass eine wirksame und dauerhafte nationale Aussöhnung auf der Einhaltung der internationalen Standards der Menschenrechte und Rechtsnormen und nicht um deren Preis beruhen muss“, fügte sie hinzu.

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