08:08 22 Februar 2018
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    Serbische Sozialisten fordern Veröffentlichung des UN-Plans zum Kosovo

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    BELGRAD, 02. Februar (RIA Novosti). Der serbische Präsident, Boris Tadic, muss sich unverzüglich mit den Vertretern aller Parteien des Landes treffen und ihnen den Plan zur Kosovo-Regelung des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari darlegen.

    Das ist die Meinung der Sozialistischen Partei Serbiens. Ahtisaari traf am Freitag in Belgrad ein, um der serbischen Regierung seinen Plan für die Regelung des Kosovo-Problems vorzulegen. Präsident Tadic traf sich mit ihm und sagte danach, dass Serbien die Unabhängigkeit des Kosovo nie anerkennen werde.

    Es sei notwendig, den Plan zu veröffentlichen, „vor allem deshalb, weil das serbische Parlament nicht aktiv ist und die Regierung bis zur Bildung des neuen Kabinetts nur technische Fragen erörtern kann“, sagte der Präsident der Sozialistischen Partei Serbiens, Ivica Da?i?, am Freitag in Belgrad.

    Der Chef der serbischen Sozialisten lehnte es ab, die Auszüge aus dem Plan von Ahtisaari zu kommentieren, die von den Belgrader Massenmedien am Freitag unter Berufung auf die Website des Forschernetzes Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) verbreitet wurden.

    Laut der Interpretation von BIRN gibt Ahtisaaris Plan der Region Priština unter anderem das Recht, selbständig internationale Abkommen abzuschließen, internationalen Organisationen einschließlich UNO, EU und NATO beizutreten und eigene staatliche Symbole (Wappen, Flagge und Hymne, unter der Bedingung, dass sie den multinationalen Charakter der Region widerspiegeln) sowie eine Verfassung, in der die Garantien und Rechte aller nationalen Minderheiten völlig klar dargelegt sind, zu besitzen.

    Von Belgrad reist der UN-Sonderbeauftragte nach Priština weiter. Dort stellt er seinen Plan den politischen Leitern von Kosovo und Metochien vor.

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