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    Serbischer Präsident: UN-Plan birgt die Gefahr einer Abtrennung des Kosovo in sich

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    Serbien wird nie einer Unabhängigkeit des Kosovo zustimmen. Das betonte der serbische Präsident Boris Tadic am Freitag in einem Interview mit der Belgrader Agentur FoNet.

    BEGRAD, 02. Februar (RIA Novosti). Serbien wird nie einer Unabhängigkeit des Kosovo zustimmen.

    Das betonte der serbische Präsident Boris Tadic am Freitag in einem Interview mit der Belgrader Agentur FoNet.

    „Ich habe gegenüber dem UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari erklärt, dass Serbien und ich als dessen Präsident die Unabhängigkeit des Kosovo nie anerkennen werden“, sagte Tadic.

    Wie der UN-Sonderbeauftragte Martti Ahtisaari zuvor am Freitag bei Verhandlungen über den Status des Kosovo mitteilte, seien Belgrad und Pristina Vorschläge zum künftigen Status des Kosovo unterbreitet worden.

    Eine definitive Variante der Entscheidung wird vorgestellt, wenn die Führungen von Serbien und des Kosovo ihre Bemerkungen zum vorgelegten Plan vorbringen.

    Laut Tadic würde jede von außen aufgezwungene Entscheidung über die Unabhängigkeit des Kosovo im Widerspruch zu den Grundsätzen des Völkerrechts stehen und in politischer und juristischer Hinsicht einen äußerst gefährlichen Präzedenzfall schaffen.

    In dem Dokument, das ihm vom UN-Sonderbeauftragten übergeben worden sei, so der serbische Präsident, „wird die ‚Unabhängigkeit’ des Kosovo ebenso wie die territoriale Integrität Serbiens auffallenderweise nicht erwähnt“. „Zumindest aus diesem Grunde, aber auch wegen einiger anderer Bestimmungen dieses Dokumentes eröffnet der Plan die Möglichkeit einer Abtrennung des Kosovo von Serbien“, sagte Tadic.

    Ihm zufolge werden alle Bestimmungen des Dokumentes von Ahtisaari in Belgrad sorgfältig studiert.

    „Da das neu gewählte Parlament von Serbien seine Arbeit noch nicht aufgenommen hat und sich die Verhandlungen über die Regierungsbildung in der Anfangsphase befinden, bin ich gewillt, unverzüglich die Vorsitzenden aller Parlamentsparteien zu mir einzuladen, um sie mit dem Plan von Ahtisaari vertraut zu machen“, sagte der serbische Präsident.

    Er äußerte die Zuversicht, dass auf diese Weise ein Verfahren dazu gefunden wird, die nationalen und die staatlichen Interessen Serbiens zu schützen und gegenüber dem Kosovo eine einheitliche Staatspolitik zu betreiben, die im Parlament zweifellos einmütige Unterstützung finden würde.

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