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    Lettischer Außenminister bezeichnet Rückgabe von russischer Grenzstadt als Utopie

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    RIGA, 02. Februar (RIA Novosti). Der lettische Außenminister Artis Pabriks hält die Rückgabe der ehemals lettischen Stadt Abrene (jetzt Pytalowo, Gebiet Pskow) für eine „utopische und völlig wirklichkeitsfremde“ Idee.

    „Die Chancen auf die Rückgabe von Abrene sind genauso gut wie auf die Rückgabe von Tobago oder Gambia“, sagte er auf einer Sitzung der Saeima (Parlament) bei der Erörterung des Gesetzentwurfs über die Übergabe des Mandats für die Unterzeichnung des Grenzvertrags mit Russland an die lettische Regierung.

    Gambia und Tobago waren im 17. Jahrhundert Kolonien des Herzogtums Kurland.

    Am Freitag beschloss die Mehrheit des lettischen Parlaments nach stundenlangen Debatten, den Gesetzentwurf zu billigen und das Mandat für die Unterzeichnung des Grenzvertrags mit Russland an die Regierung zu übergeben.

    68 Abgeordnete stimmten dafür, 26 dagegen. Die endgültige Abstimmung findet am 8. Februar statt.

    Aus dem Grenzvertrag sind die für Russland unannehmbaren Verweise auf den Friedensvertrag von 1920 gestrichen worden. Doch das heutige Lettland wird als Rechtsnachfolger der Republik von 1918 bis 1940 anerkannt.

    1920 weigerte sich das Sowjetrussland, einen Friedensvertrag mit Lettland zu unterzeichnen, nach dem das Amtsbezirk Abrene (gegenwärtig Rayon Pytalowo, Gebiet Pskow) zu Lettland gehörte.

    Die Kompromissvariante des Vertrags erlaubt Lettland in Zukunft keine territorialen Ansprüche an Russland.

    Der Text des Grenzvertrags zwischen der Russischen Föderation und Lettland wurde 1997 unter den beiden Ländern in Übereinstimmung gebracht. Der Vertrag wurde aber nicht unterzeichnet.

    Am 26. April 2006 beschloss die lettische Regierung, de Dokument eine einseitige Deklaration mit einem Passus auf das Recht anzufügen, nach dem Lettland auch in Zukunft territoriale Ansprüche an Russland stellen kann.

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