04:10 22 Februar 2018
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    EU-Chefdiplomat begrüßt Vorschläge der UNO zum Status des Kosovo

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    BRÜSSEL, 02. Februar (RIA Novosti). Der Hohe EU-Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, hat die Vorschläge des UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari zur Regelung des Status des Kosovo begrüßt.

    In einer am Freitag in Brüssel verbreiteten Erklärung Solanas heißt es unter anderem: „Ich spreche meinen Dank an den UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari für seine Bemühungen aus und begrüße das von ihm vorgelegte Projekt für die allseitige Regelung des Status des Kosovo.“

    Solana hat Belgrad und Pristina aufgerufen, sich in die Zusammenarbeit mit Martti Ahtisaari auf der Grundlage seines Vorschlages aktiv einzuschalten. „Ich rechne damit, dass beide Seiten Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und die Einsicht in die Notwendigkeit realistischer, auf einem Kompromiss beruhender Entscheidungen zeigen werden“, heißt es.

    Ahtisaari hatte zuvor am Freitag mitgeteilt, dass Belgrad und Pristina Vorschläge zum künftigen Status des Kosovo unterbreitet wurden.

    Eine definitive Entscheidungsvariante wird vorgestellt, wenn die Führungen von Serbien und des Kosovo sich zu dem unterbreiteten Plan geäußert haben.

    Wie der serbische Präsident Boris Tadic sagte, werde Serbien nie einer Unabhängigkeit des Kosovo zustimmen. „Ich habe gegenüber dem UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari erklärt, dass Serbien und ich als dessen Präsident die Unabhängigkeit des Kosovo nie anerkennen werden.“

    Laut Tadic wird in dem Dokument, das der UN-Sonderbeauftragte ihm übergeben habe, „auffallenderweise die ‚Unabhängigkeit’ ebenso wie die territoriale Integrität Serbiens nicht erwähnt“. „Zumindest aus diesem Grunde, aber auch wegen einiger anderer Bestimmungen dieses Dokumentes eröffnet der Plan die Möglichkeit einer Abtrennung des Kosovo von Serbien“, so Tadic.

    Er betonte, dass alle Bestimmungen des Dokumentes in Belgrad sorgfältig geprüft werden.