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    Palästinenser-Gipfel: Fatah und Hamas wollen nicht ohne Einigung Mekka verlassen

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    Der Chef der Palästinensischen Nationalen Administration (PNA) und Fatah-Vorsitzende, Mahmud Abbas, und der Chef des Politbüros der Hamas, Haled Mashaal, setzen am Donnerstag in Mekka ihre bilateralen Konsultationen fort.

    KAIRO, 08. Februar (RIA Novosti). Der Chef der Palästinensischen Nationalen Administration (PNA) und Fatah-Vorsitzende, Mahmud Abbas, und der Chef des Politbüros der Hamas, Haled Mashaal, setzen am Donnerstag in Mekka ihre bilateralen Konsultationen fort.

    Gegenstand der Gespräche sind die Beendigung der innerpalästinensischen Auseinandersetzungen und die Bildung einer nationalen Einheitsregierung.

    Laut arabischen Medien geben sich beide palästinensischen Spitzenpolitiker zuversichtlich, dass sie eine Kompromisslösung herbeiführen können.

    „Wir werden diese heilige Stätte erst verlassen, wenn die Vereinbarung darüber getroffen wird, der blutigen Konfrontation von Hamas und Fatah im Gaza-Streifen ein Ende zu setzen und eine nationale Einheitsregierung zu bilden“, sagte Mahmud Abbas am Mittwochabend.

    „Wir sind hierher gekommen, um uns zu verständigen. Und wir reisen nicht ab, ohne einen Vertrag abgeschlossen zu haben“, betonte der Chef des Politbüros von Hamas.

    Am Mittwoch hatte in Mekka ein innerpalästinensisches Verhandlungstreffen begonnen, das Ende Januar dieses Jahres vom König von Saudi-Arabien, Abdullah bin Abdul Aziz, initiiert worden war.

    Abbas und Mashaal haben am Mittwoch unter Beteiligung des Chefs der jetzigen Hamas-Regierung, Ismail Hania, zwei Gesprächsrunden durchgeführt und sich mit dem saudi-arabischen Außenminister, Prinz Saud al-Feisal, getroffen.

    Dem Sprecher der Hamas-Delegation und Mitglied dessen Politbüros, Muhammed Nazzal, zufolge kann in den wenigen Tagen mit dem Abschluss des Vertrages gerechnet werden.

    Die Diskussion zwischen den Chefs der beiden führenden palästinensischen Bewegungen, die am vergangenen Dienstag in der saudi-arabischen Stadt Jidda am Roten Meer in einer informellen Atmosphäre begonnen hatte, betrifft die PLO-Reformen, die Verteilung der Schlüsselposten im künftigen Kabinett der nationalen Einheit sowie die Einigung auf einen Kompromiss in der Frage der politischen Plattform.

    In der Region wird damit gerechnet, dass diese Verhandlungen die konfliktbeladene Situation in der Autonomie wieder in politische Bahnen lenken und die Wiederaufnahme eines vertrauensvollen Dialoges zwischen den beiden palästinensischen Bewegungen bewirken werden.

    Die Palästinenser hoffen auch, dass die Bildung des Kabinetts der nationalen Einheit sie von internationalen Sanktionen befreien und zur Wiederaufnahme des Dialoges mit Israel beitragen werde.

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