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    Rätselraten um Putin-Nachfolger: Medwedew und Iwanow im Rennen ohne Verlierer - „Gazeta.Ru“

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    MOSKAU, 08. Februar (RIA Novosti). Die beiden Wunsch-Nachfolger des jetzigen Präsidenten, Dmitri Medwedew und Sergej Iwanow, liegen im inoffiziellen Wettrennen dicht nebeneinander - so, dass nicht einmal der gescheiteste Politologe souverän voraussagen kann, wer von ihnen Wladimir Putin im Präsidentenamt ablösen wird.

    Beide werden an den Präsidentenwahlen teilnehmen, prognostiziert die Internetzeitung „Gazeta.Ru“. Nach Ansicht von Experten wird es aber keinen Verlierer geben: Derjenige, der nicht Präsident wird, bekommt das Amt des Premierministers.

    Dmitri Badowski, Leiter der Abteilung Sonderprogramme des Forschungsinstituts für soziale Systeme: In der öffentlichen und in der Medienwelt wird die Logik einer ausgewogenen Präsenz der Präsidentschaftskandidaten aufrechterhalten. Sobald der eine mediale und politische Möglichkeiten bekommt, sein Image zu popularisieren, bekommt wenig später auch der andere eine entsprechende Gelegenheit.

    Das beweist ein weiteres Mal, dass die Unklarheit in dieser Frage bis zur letzten Minute aufrechterhalten wird. Außerdem nehmen die Chancen zu, dass wir das Gespann später in der Konstellation „Präsident - Premier“ sehen werden.

    Alexej Makarkin, stellvertretender Generaldirektor des Zentrums für politische Technologien: Jeder von den beiden erscheint in seiner Rolle recht überzeugend. Iwanow gibt sich als Hardliner und gegenüber dem westlichen Einfluss negativ eingestellt. Medwedew entspricht dem gefragten Bild eines sozial kompetenten Managers.

    Zwei Präsidenten kann es nicht geben. Dafür haben wir einen Menschen, der bestimmen wird, wer Präsident sein soll: Das ist der jetzige Staatschef Wladimir Putin. Der Kandidat, dessen Name nicht genannt wird, soll allerdings ausreichend entschädigt werden und in einem Bereich eingesetzt werden, in dem er viel Einfluss ausüben kann - beispielsweise in der Position des Ministerpräsidenten. Auf jeden Fall wird der neue Präsident schwächer sein als sein Vorgänger. In dieser Situation könnte die Rolle des Premiers wachsen, während die Interessen der beiden austariert werden.