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    Nahost-Lösung: Ägypten legt umfassenden Friedensplan vor

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    KAIRO, 08. Februar (RIA Novosti). Ägypten hat einen Plan zur Lösung des Konflikts um die Palästinensergebiete vorgelegt, nach dem der Frieden im Nahen Osten schon 2007 erreicht werden könnte.

    Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit und der Geheimdienst-Chef Omar Suleiman machten einen detaillierten Plan für palästinensisch-israelische Regelung in Washington publik, wo sie derzeit zu einem Besuch weilen.

    Das teilte die ägyptische Zeitung „Al-Ahram“ am Donnerstag mit.

    Ägypten schlägt demnach vor, das „Palästina-Problem“ in zwei Etappen zu lösen. So soll die Bildung des palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 und mit Hauptstadtsitz in Ostjerusalem ausgerufen werden. Der Ausrufung des Palästina-Staates soll die Lösung der Grenzstreitigkeiten und der Probleme mit Flüchtlingen sowie der Nutzung von Wasserressourcen in den festgesetzten Fristen vorangehen.

    „Ägypten sieht das Palästina-Problem für die Region und die arabische Welt als ein Schlüsselproblem“, sagte Gheit. Er rief die Weltgemeinschaft auf, die „Chance für eine Lösung nicht zu verpassen“.

    Gemäß dem ägyptischen Vorschlag soll die erste Etappe die Stabilisierung der Beziehungen zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite einschließen. Nach Meinung von Kairo kann man das durch den Austausch von Gefangenen, mit der Rückkehr zu den Vereinbarungen von Scharm el-Scheich und der Einhaltung der Waffenruhe erwirken. Auch sollen die Seiten auf die Positionen zurückkehren, die sie vor Beginn der Intifada (palästinensischer Aufstand) am 28. September 2000 einnahmen.

    Ägypten hält die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit und das Ende der Zusammenstöße innerhalb der Palästinensgebiete für ein Schlüsselmoment.

    Israel soll seine provokatorischen Handlungen beenden und sich an die vereinbarte Waffenruhe halten.

    Die zweite Etappe soll durch die Aufnahme von Verhandlungen zum „endgültigen Status“ gekennzeichnet sein. Dabei können solche Verhandlungen nach Meinung von Kairo unter Ausschluss der Öffentlichkeit verlaufen.

    Gheit rief zudem die Weltgemeinschaft auf, die Hamas-Bewegung als „wichtigen Partner im Friedensprozess“ anzuerkennen.

    „Ich bin kein Hamas-Anhänger. Aber ein Bürgerkrieg wird niemandem nutzen“, unterstrich er.

    Ihm zufolge ist die Hamas-Beteiligung an der palästinensischen Regierung für die Stabilisierung in den Autonomiegebieten notwendig.

    Er schlug auch vor, eine gemeinsame Delegation der Fatah und Hamas für künftige Verhandlungen zu bilden.

    Zurzeit führen die Spitzenvertreter der Fatah und Hamas in Mekka Verhandlungen über die Bildung einer Einheitsregierung. Die Delegierten behaupten, dass ein Kompromiss zu Schlüsselfragen in den nächsten Tagen erzielt werde könne.

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