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    Kein Durchbruch bei Atom-Gesprächen mit Nordkorea - Experten rechnen mit kleinen Fortschritten

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    PEKING, 08. Februar (RIA Novosti). Bei den sechsseitigen Verhandlungen zum Nuklearproblem auf der Koreanischen Halbinsel, die am Donnerstag in der chinesischen Hauptstadt Peking fortgesetzt werden, müsse ein ernsthafter Fortschritt erzielt werden.

    Laut der Zeitung „Xinjiung bao“ sagte das Li Dunqu, Leiter des chinesischen Zentrums für Studien der Koreanischen Halbinsel.

    Ihm zufolge wird die Besonderheit dieser Verhandlungsrunde darin bestehen, dass der Konsens, den zuvor die Diplomaten der USA und Nordkoreas erzielt haben, bestätigt werden soll.

    Li Dunqu rechnet damit, dass es zu konkreten Fortschritten in drei Richtungen kommen werde. Zunächst sei zu erwarten, dass die Einwilligung in die gemeinsame Erklärung vom 19. September 2005 in Dokumenten verankert werde.

    Zweitens erwartet man von Nordkorea am ehesten Zugeständnisse zum Verzicht auf das Nuklearprogramm. Wahrscheinlich werde Nordkorea konkrete Verpflichtungen bei der Aussetzung einiger Arbeiten im Atombereich auf sich nehmen.

    Drittens werde in der heutigen Runde die Bildung von Arbeitsgruppen konkret erörtert. Diese Idee wurde in den vorangegangenen Verhandlungen aufgeworfen.

    Der chinesische Experte äußerte die Meinung, dass alle Seiten nach mehr Pragmatismus im Sechser-Verhandlungsprozesses streben. In diesem Zusammenhang schloss er nicht aus, dass die Teilnehmer des Treffens auch darüber sprechen werden, dass die sechsseitigen Verhandlungen für die Gewährleistung der Sicherheit in Nordostasien genutzt werden können.

    „Das bedeutet jedoch nicht, dass es keine Schwierigkeiten gibt“, sagte er. Laut ihm kann die Energiehilfe für Nordkorea nach seinem Verzicht auf Nuklearprogramme zu einem neuen Problem werden.

    Ruan Zongze, stellvertretender Direktor des chinesischen Instituts für internationale Studien, erklärte sich in einem RIA-Novosti-Gespräch, dass ein bestimmter Fortschritt in der heutigen Verhandlungsetappe erzielt werden müsse.

    „Aber ein Durchbruch ist nicht zu erwarten. Am ehesten werden die USA einen Teil der Finanzsanktionen gegen Nordkorea aufheben. Die Position von Nordkorea wird auch flexibler werden“, sagte er.

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