08:11 23 September 2018
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    Aufruhr um Al-Aksa-Moschee: Arabische Welt verurteilt Israel für Ausgrabungen in Jerusalem

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    ABU DHABI, 08. Februar (RIA Novosti). Jemen verurteilt Israel wegen der archäologischen Arbeiten in Nähe der Al-Aksa-Mosche und wirft „Beleidigung der Gefühle der Moslems“ vor. Gleichzeitig ruft es zum Schutz der moslemischen Heiligtümer in Jerusalem auf.

    Eine Presseagentur aus Saudi-Arabien schreibt am Mittwochabend unter Berufung auf eine Amtsperson in der jemenitischen Regierung, dass die Ausgrabungen das Fundament der ältesten Moschee in Jerusalem gefährdeten und darauf abzielten, „die islamischen Merkmale“ der okkupierten Stadt zu verwischen und „die Tempel zu vernichten“.

    Die Handlungen Israels „laufen den Resolutionen der Weltgemeinschaft zuwider, die den Friedensprozess in der Region betreffen, und sind dem Erfolg der internationalen Bemühungen im Interesse des Friedens keineswegs förderlich“, zitiert die Presseagentur ihren Gesprächspartner. Dieser hat die arabischen und islamischen Länder sowie die gesamte Weltgemeinschaft aufgerufen, „ein Maximum an Anstrengungen“ zu unternehmen, um die Handlungen von Tel Aviv in Nähe des islamischen Heiligtums zu stoppen.

    Der König von Jordanien, Abdallah II., hat laut jordanischen Medienberichten große Besorgnis über die von Israel eingeleiteten Arbeiten geäußert. Er bezeichnete die Ausgrabungen als „gefährlich“. Nach seiner Ansicht gefährden sie das Fundament der Moschee und „führen zur Eskalation der Spannungen“. Von der Verantwortung Jordaniens für die islamischen Heiligtümer in Jerusalem geleitet, hat der König entsprechend dem Friedensvertrag zwischen dem Königreich und Israel die Regierung beauftragt, zum Schutz der Al-Aksa-Moschee „die Kontakte mit den arabischen und den internationalen Seiten zu intensivieren“.

    Laut der Nachrichtenagentur WAM aus den Arabischen Emiraten hat der „Rat für Zusammenarbeit der arabischen Staaten am Persischen Golf“ die Arbeiten in Nähe des ältesten islamischen Tempels als eine „Provokation“ bezeichnet. In einer Erklärung, die am Mittwoch in Riad veröffentlicht wurde, hat das Gremium die Vierer-Kommission mit Russland, den USA, der UNO und der EU aufgerufen, Israel für die Beendigung der „verbrecherischen Eingriffe“ gegen die islamischen Werte unter Druck zu setzen.

    Die Arabische Liga appellierte an den UN-Generalsekretär, den Sicherheitsrat, die UNESCO und andere internationale Organisationen, eine verantwortungsbewusste Position zu beziehen und den „blasphemischen Aktionen der Besatzungsbehörden“ in Jerusalem ein Ende zu setzen“.

    Die militante palästinensische Organisation „Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden“ hat die Palästinenser aufgefordert, auf die Straße zu gehen und „ununterbrochen Protestaktionen bis hin zur Einstellung der israelischen Eingriffe gegen die Al-Aksa-Moschee durchzuführen“, meldet WAM.

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