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    Ex-Premier von Kosovo wieder beim Strafgerichtshof in Den Haag

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    Der ehemalige Ministerpräsident des Kosovo und einer der Chefs der kosovo-albanischen Extremistenorganisation UCK ("Kosovo-Befreiungsarmee"), Ramush Haradinaj, kehrt am Montag ins Gefängnis des Den Haager Kriegsverbrechertribunals zurück, nachdem er am 9. Juni 2005 vorübergehend freigelassen worden ist.

    BELGRAD, 26. Februar (RIA Novosti). Der ehemalige Ministerpräsident des Kosovo und einer der Chefs der kosovo-albanischen Extremistenorganisation UCK ("Kosovo-Befreiungsarmee"), Ramush Haradinaj, kehrt am Montag ins Gefängnis des Den Haager Kriegsverbrechertribunals zurück, nachdem er am 9. Juni 2005 vorübergehend freigelassen worden ist.

    Der Internationale Strafgerichtshof für Ex-Jugoslawien (ICTY) hatte am 22. Dezember 2004 gegen Haradinaj Anklage wegen Kriegsverbrechen gegen Zivilisten in Kosovo und Metochien, vor allem gegen die Kosovo-Serben, erhoben. Der Gerichtsprozess beginnt am 5. März. Gleichzeitig wurden zwei seine Vertrauten angeklagt.

    Alle drei Angeklagten stellten sich am 9. Mai 2005 freiwillig den internationalen Justizbehörden. Sie weisen allerdings alle Vorwürfe zurück. Drei Monate später wurde Haradinaj vorübergehend auf freien Fuß gesetzt. Dafür musste er sich verpflichten, keine Politik zu betreiben, keine Interviews zu geben und auf Kontakte mit der Kosovo-Führung zu verzichten.

    Im Oktober 2005 erlaubte ein Richterkollegium des ICTY Haradinaj, sich mit Kosovo-Politikern zu treffen.

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