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    Iran ignoriert UN-Sanktionen: Vermittler beraten über weitere Schritte

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    TEHERAN, 26. Februar (RIA Novosti). Die ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (Russland, USA, Großbritannien, Frankreich und China) und Deutschland, die beim Atomstreit mit Iran als Vermittler auftreten, werden am Montag in London weitere Handlungen gegenüber Teheran besprechen.

    Das Treffen findet auf der Ebene der Vizeaußenminister statt.

    Nachdem Iran ein weiteres Mal die Forderung der Weltgemeinschaft missachtet hatte, die Arbeiten an der Urananreicherung einzustellen, nahm der UN-Sicherheitsrat am 23. Dezember 2006 die Resolution 1737 zu Iran einstimmig an.

    Dieses Dokument sieht Sanktionen gegen militärische Nuklearprogramme vor, verbietet jedoch nicht Reisen von Beamten und die außenwirtschaftliche Tätigkeit von Unternehmen. Die Sanktionen richten sich auf Arbeiten aus, die mit Urananreicherung, chemischem Reprocessing, Schwer-Wasser-Projekten und mit der Produktion von Kernwaffen-Trägermitteln zusammenhängen.

    Am vergangenen Freitag wurde dem UN-Sicherheitsrat der Bericht des Generaldirektors der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) Muhammed ElBaradei zum iranischen Nukleardossier offiziell vorgelegt.

    Im Bericht wird betont, dass Teheran die Urananreicherung nicht eingestellt hat.

    ElBaradei teilte mit, dass Iran die Forschungsarbeiten an der Urananreicherung nicht nur fortsetze, sondern auch versuche, die Kapazitäten des unterirdischen Komplexes in Natans zu erweitern, in dem sich Gaszentrifugen für Urananreicherung befänden. Auch ungeachtet der Sanktionen setze Iran die Umsetzung des Projekts zum Bau eines Schwerwasserreaktors in Arak fort.

    Teheran erklärte im Vorfeld des Sechser-Treffens, dass es ungeachtet der Forderung der Weltgemeinschaft, die Urananreicherung auszusetzen, die Umsetzung des Atomprogramms, das für friedliche Zwecke bestimmt sei, weiterführen werde.

    „Das iranische Volk hat keine Angst vor Druck und Drohungen. Wir treten für einen Dialog und Logik ein“, sagte der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad.

    Ihm zufolge führten die Sanktionen gegen Teheran nicht zu erwünschten Ergebnissen. Denn einige Staaten bauten die handelsökonomische Zusammenarbeit mit Iran aus.

    „Die Feinde sind nicht in der Lage, uns einen Schaden im Wirtschaftsbereich zuzufügen“, erklärte Ahmadinedschad.

    Der iranische Sicherheitsratssekretär Ali Laridschani hob hervor, dass Teheran im Falle einer von einigen Ländern verursachten Eskalation der Spannungen um das iranische Nuklearproblem im gebotenen Maße reagieren werde.

    „Iran ist bereit, die bestehenden Besorgnisse um sein Nuklearprogramm durch Verhandlungen zu beseitigen. Die Verhandlungsteilnehmer müssen sich der Erörterung unlogischer Forderungen enthalten und die Suche nach einer vernünftigen Lösung des Problems erstreben“, sagte er.

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