23:06 21 September 2017
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    Kosovo-Status: Nato-Generalsekretär warnt vor ethnischen Gewaltkonflikten

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    BRÜSSEL, 26. Februar (RIA Novosti). Die internationalen Friedenskräfte in Kosovo (KFOR) unter Leitung der Nato sind bereit, auf jegliche Gewaltanwendung in der Region zu reagieren.

    Darauf verwies Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer vor Journalisten am Montag in Brüssel.

    Wie die führenden Vertreter der Kosovo-Albaner, einschließlich des Präsidenten der Autonomie, Fatmir Sejdiu und Interimsregierungschef Agim Ceku, in letzter Zeit wiederholt geäußert hatten, würden sie Massenunruhen nicht ausschließen, wenn demnächst keine Entscheidung über die Unabhängigkeit des Kosovos getroffen werde.

    Der Nato-Generalsekretär hält weiterhin am Kosovo-Plan fest, der vom UN-Sonderbeauftragten Martti Ahtisaari ausgearbeitet worden war. Für den Fall von ethnischen Gewaltkonflikten in Kosovo wird in der Nato eine Verstärkung des Militärkontingentes in der Region nicht ausgeschlossen. Derzeit sind die unter Nato-Kommando stehenden Kräfte 16 500 Mann stark. In den KFOR-Truppen sind Soldaten aus mindestens 30 Ländern, darunter aus der Ukraine, aus Georgien und den Baltischen Ländern, vertreten.