23:02 21 September 2017
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    Wen Jiabao: China wählt friedlichen Entwicklungsweg

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    PEKING, 26. Februar (RIA Novosti). China muss die günstigen äußeren Bedingungen für die Beschleunigung der eigenen Entwicklung nutzen.

    Das geht aus einem Artikel des Premiers des Staatsrates der VR China, Wen Jiabao, unter dem Titel „Zu den historischen Aufgaben der Anfangsetappe des Sozialismus und zu einigen Fragen der Außenpolitik unseres Landes“ hervor, der am Montag über die Kanäle der Agentur Xinhua veröffentlicht wurde.

    „Zurzeit vollziehen sich tiefgreifende und keineswegs einfache Veränderungen in der Weltsituation, es erscheinen viele überaus wichtige neue Momente und Tendenzen. Aber die äußere Situation insgesamt ist für uns günstig, der Frieden und die Entwicklung sind weiterhin die Haupttendenzen“, schreibt der Premier. Ihm zufolge ist es „durchaus möglich“, den Frieden in den internationalen Angelegenheiten und die günstigen äußeren Bedingungen für recht lange Zeit zu bewahren.

    „Die Geschichte sagt uns, dass Rückständigkeit verachtet und angegriffen wird. Wir müssen die günstige internationale Situation für die Beschleunigung der eigenen Entwicklung nutzen“, unterstreicht Wen Jiabao.

    China halte den friedlichen Entwicklungsweg für den einzig möglichen, fährt der Politiker fort. Ihm zufolge sieht die Konzeption des friedlichen Entwicklungsweges „den Kampf um eine friedlichen Situation in der Welt vor, damit man sich selbst entwickeln kann“.

    Hierbei sei China gewillt, eine unabhängige, souveräne und friedliche Außenpolitik zu betreiben. Dies bedeute „den Schutz der Unabhängigkeit, der Souveränität, der Einheit und der territorialen Integrität des Landes“, „eine selbständige Einschätzung der Weltprobleme und die selbständige Ausarbeitung einer eigenen Position“, „den Verzicht auf Bündnisbeziehungen zu anderen Staaten beziehungsweise Staatenvereinigungen“, „die Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten und die Verhinderung dessen, dass andere Staaten sich in die inneren Angelegenheiten Chinas einmischen,“ sowie „den Widerstand gegen die Hegemonie und die Gewaltanwendung in der Politik“.

    Der Premier unterstreicht auch, dass China selbst niemals eine Politik der Hegemonie betreiben werde, sondern, im Gegenteil, seine Beziehungen mit anderen Ländern auf der Grundlage der Prinzipien der Gleichheit, der gegenseitigen Achtung und des gegenseitigen Vorteils aufbauen wolle.

    „In den 100 Jahren nach den Opiumkriegen war China Aggressionen und Erniedrigung ausgesetzt, es weiß nur zu gut um die Bitterkeit einer Unterdrückung und einer Aggression“, schreibt Wen Jiabao. „Unsere Entschlossenheit, den friedlichen Entwicklungsweg zu gehen, ist aufrichtig und fest.“

    Wen Jiabao bemerkt ferner, dass mit der zunehmenden Macht Chinas und dessen zunehmender internationaler Bedeutung auch die Erwartungen der Weltgemeinschaft wachsen würden. Dies werde jedoch keineswegs Anlass dazu geben, den Kurs auf friedliche Entwicklung zu ändern.

    „Unser Land ist ständiges Mitglied des UN-Sicherheitsrates und gehört vielen internationalen Organisationen an. Es ist notwendig, diese Möglichkeiten wahrzunehmen und eine aktive Rolle bei der Verteidigung der ureigenen Interessen unseres Landes zu spielen“, so Wen Jiabao.