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    Irans Raketenpläne sorgen in den USA für große Aufruhr

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    Spekulationen über US-Angriff auf Iran (66)
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    WASHINGTON, 27. Februar (RIA Novosti). Die nichtstaatliche US-amerikanische "Allianz für Raketenabwehr (ABM)" äußert ihre Besorgnis über den Start einer suborbitalen Rakete im Iran, nach dem Teheran sein Programm für Satellitenstarts angekündigt hat.

    Nach Angaben der Allianz hat die Raketen eine Höhe von 150 Kilometer erreicht. "Mit den Kapazitäten für die Satellitenstarts würde Iran die Möglichkeit erlangen, eine Fracht auf jeden Fleck der Erde zu bringen. Das hatte die Sowjetunion vor 50 Jahren eindrucksvoll demonstriert, indem sie im Jahre 1957 einen Satelliten startete", heißt es in einer in Washington verbreiteten Erklärung des Präsidenten der "Allianz für Raketenabwehr", Ricky Ellison.

    Der Allianz gehören mindestens 9000 US-Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen an, die das Raketenabwehrsystem unterstützen.

    Wie der amtliche Sprecher des US-Außenministeriums Sean McCormack am Montag vor Journalisten mitteilte, sind "die Medienberichte über den Start einer iranischen Rakete" der Bush-Administration bekannt.

    Er betonte, dass die USA im großen und ganzen "über ihre (die iranischen) Raketenaktivitäten und darüber besorgt sind, in welcher Beziehung diese Aktivitäten zu ihrem Nuklearprogramm und zum Vertrag über die Kontrolle der Raketentechnologien stehen".

    Das iranische Fernsehen hatte am Sonntag unter Berufung auf den Chef des iranischen Zentrums für Luft- und Raumfahrtforschung, Mohsen Bahrani, mitgeteilt, dass eine Weltraumrakete erfolgreich getestet worden war. Laut Bahrani wurde die Rakete von iranischen Wissenschaftlern unter Beteiligung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Technologien und des Verteidigungsministeriums Irans entwickelt.

    Der stellvertretende Chef des Zentrums für Luft- und Raumfahrtforschungen, Ali Akbar Golrou, informierte seinerseits, dass "die Rakete ausschließlich für wissenschaftliche Forschungsarbeiten bestimmt ist. Sie wird nicht in den Weltraum gebracht, kann jedoch die Atmosphäre in einer Höhe von maximal 150 Kilometer erreichen und mit einem Fallschirm zur Erde niedergehen."

    Nach Behauptung des Präsidenten der "Allianz für Raketenabwehr" nimmt die Raketengefahr von Seiten Irans immer mehr zu und wird real. Denn nach Angaben der Allianz hatte Teheran "im Jahre 2005 von Nordkorea 20 Raketen mittlerer Reichweite vom Typ BM-25 gekauft. Es handelt sich um eine modifizierte Version der sowjetischen seegestützten ballistischen Rakete SS-N-6 (R-27), die von U-Booten gestartet wird."

    "Mit einer Reichweite von über 3000 Kilometer stellen diese Raketen eine Direktbedrohung für Mitteleuropa dar", behauptet Ellison. Er weist auf die in Europa stationierten 56 000 US-Soldaten hin, für deren Schutz die Aufstellung eines Teils des Raketenabwehrsystems auf polnischem Territorium nötig sei.

    In der Erklärung wird darauf verwiesen, dass die USA momentan außer Polen kein anderes europäisches Land in Betracht ziehen, um Abfangraketen des ABM-Systems zu stationieren.

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