21:58 23 September 2017
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    Wiener Gespräche zum Kosovo: Serbien lehnt erneut den Ahtisaari-Plan ab

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    BELGRAD, 27. Februar (RIA Novosti). Wie Serbiens Präsident Boris Tadic am Dienstag in Belgrad erklärt hat, lehnt sein Land voll und ganz die Idee der Unabhängigkeit für das Kosovo ab.

    „Wir führen eine friedliche Politik durch, die sich vom politischen Kurs der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts unterscheidet, und erwarten deswegen, dass unsere Bemühungen, die auf die Wahrung der territorialen Integrität und der Würde unseres Staates gerichtet sind, unterstützt werden“, betonte der serbische Präsident bei einem Treffen mit dem spanischen Außenminister Miguel Angel Moratinos, der zur Zeit den Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) führt.

    Er verwies darauf, dass Belgrad nach einem gegenseitig annehmbaren Kompromiss in der Frage des Kosovo-Status sucht und weder eine Eskalation der Gewalt noch eine Destabilisierung in der Region will.

    Der Hohe Vertreter der OSZE brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass ein solcher Kompromiss in Wien gefunden werden könnte, wo gegenwärtig Verhandlungen zum Kosovo-Status laufen. Dabei fügte er hinzu, dass Spanien das Engagement des UN-Sonderbeauftragten bei den Wiener Verhandlungen, Martti Ahtisaari, unterstütze.

    Der serbische Ministerpräsident Vojislav Kostunica seinerseits sagte während eines Treffens mit Moratinos, dass sich die Lösung des Kosovo-Anliegens „auf die Grundsätze des Völkerrechts und der UNO-Charta, auf die Garantie der Souveränität und der territorialen Integrität Serbiens stützen“ müsse.

    „Das Erreichen eines Kompromisses bei den Wiener Verhandlungen ist möglich. Zu diesem Kompromiss könnte eine möglichst große Autonomie (der Provinz) innerhalb der Staatsgrenze Serbiens werden“, sagte Kostunica. „Jegliche von außen aufgezwungene Lösungen des Kosovo-Problems können zu ernsthaften negativen Folgen führen“, betonte er.

    Der serbische Ministerpräsident und der OSZE-Vorsitzende zeigten sich über die fehlenden Fortschritte bei der Durchsetzung demokratischer Standards im Kosovo besorgt.

    Kostunica verwies darauf, dass im Kosovo die Achtung der Menschenrechte einfach fehle. Er hoffe, die internationalen Organisationen würden unverzüglich auf die Drohungen reagieren, die die albanischen Separatisten gegenüber den Kosovo-Serben äußern.

    Maratinos betonte, dass die Stabilität auf dem Balkan für die OSZE von großer Wichtigkeit sei, deswegen verfolge diese Organisation die Verhandlungen in Wien zum Kosovo-Status mit besonderer Aufmerksamkeit.

    Am Dienstag Nachmittag wollte sich Moratinos in die Hauptstadt von Kosovo und Metochien, Pristina, begeben, wo Treffen mit der Führung der Autonomie vorgesehen sind.

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