22:18 21 Februar 2018
SNA Radio
    Politik

    Abtrünnige Kaukasusrepubliken treten geschlossen auf

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10
    TIRASPOL/ SUCHUMI, 03. März (RIA Novosti). Die Präsidenten der nicht anerkannten Republiken Transnistrien, Abchasien und Südossetien wollen bei ihrem April-Treffen in Suchumi zur UNO-Diskussion über die „eingefrorenen Konflikte“ und zur Situation um die Provinz Kosovo Stellung nehmen. Das teilte der transnistrische Außenminister, Valeri Lizkai, mit.

    Die für das Frühjahr geplante Diskussion der UN-Vollversammlung über die „eingefrorenen Konflikte“ im postsowjetischen Raum war von Georgien, der Ukraine, Aserbaidschan und Moldawien initiiert worden. „Der April wäre der geeignetste Zeitpunkt für eine ausgewogene Antwort“, sagte Lizkai.

    Darüber hinaus sollen beim Treffen von Igor Smirnow, Sergej Bagapsch und Eduard Kokoity auch andere Themen diskutiert werden, „die unter anderem mit der Entwicklung unserer Gemeinschaft, mit der Herstellung einer Informationsstruktur der Gemeinschaft u. a. zusammenhängen“.

    Abchasiens Republikchef Bagapsch teilte seinerseits in Suchumi mit, dass beim Treffen Anfang April auch Probleme des Zusammenwirkens in den Bereichen Sicherheit, Politik und Wirtschaft diskutiert werden. „Hauptsache, wir müssen Russland und die GUS-Mitgliedsländer über unseren Standpunkt informieren“, sagte er.

    Im Juni 2006 hatten die Präsidenten von Südossetien, Abchasien und Transnistrien eine Erklärung über die Gründung ihrer Gemeinschaft „Für Demokratie und Völkerrecht“ unterzeichnet. Zum Exekutivsekretär der Gemeinschaft wurde der transnistrische Außenminister Valeri Lizkai ernannt. Laut einer gemeinsamen Erklärung der drei Politiker „besteht eines der Ziele der Gemeinschaft im Abschluss der politisch-rechtlichen Verankerung des UdSSR-Zerfalls auf dem Wege der Anerkennung der Republik Abchasien, der Moldauischen Republik Transnistrien und der Republik Südossetien als Subjekte des Völkerrechts“.