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    Gasprom und Transneft wollen eigene Schutzgarde haben - „Wedomosti“

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Der Staatsduma ist ein Gesetzentwurf vorgelegt worden, der Gasprom und Transneft das Recht bietet, eigene bewaffnete Schutzeinheiten zu bilden. Wie die Tageszeitung „Wedomosti“ am Montag feststellt, sind nur einige Ministerien und sonstige Behörden dazu berechtigt.

    Viktor Iljuchin, Vizechef des Sicherheitsausschusses in der Staatsduma und einer der Ideengeber der Novelle, begründete diese mit den sich häufenden Fällen von illegalem Abzapfen der Pipelines, gegen die die jetzigen Schutzkräfte machtlos sind. Gemäß dem Gesetzentwurf sollen jetzt die neuen Verbände das Recht bekommen, Personen und Kraftfahrzeuge zu durchsuchen, Waffen außerhalb der von ihnen geschützten Objekte einzusetzen sowie mit Schnellfeuerwaffen ausgerüstet zu werden. Momentan haben u. a. das Verteidigungsministerium, das Ministerium für Industrie und Energiewirtschaft, das Agrarministerium, die Weltraum- und die Atomenergiebehörde - insgesamt 15 russische Institutionen - solche „Armeen“.

    Nach Ansicht von Nikolai Besborodow, Mitglied des Staatsduma-Verteidigungsausschusses, wird demnächst die Stromholding RAO UES ähnliche Vollmachten bekommen. Gennadi Gudkow, Mitglied des Sicherheitsausschusses im russischen Unterhaus, befürchtet indes eine „Kettenreaktion“: „In Russland gibt es einige dutzend strategische Unternehmen, nun werden sie darauf warten, ähnliche Rechte zu bekommen.“

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