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    Russischer Außenpolitiker: Wahlen in Estland zeigen Spaltung der Gesellschaft auf

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    Die Ergebnisse der Parlamentswahlen spiegeln laut Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses in der russischen Staatsduma, die Spaltung der estnischen Gesellschaft wider.

    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Die Ergebnisse der Parlamentswahlen spiegeln laut Konstantin Kossatschow, Chef des Auswärtigen Ausschusses in der russischen Staatsduma, die Spaltung der estnischen Gesellschaft wider.

    Im neuen Parlament haben sowohl die Reform-Partei, die sich für die Demontage des sowjetischen Soldatendenkmals in Tallinn einsetze, als auch die Zentrum-Partei stark zugelegt, die dagegen sei, stellte Kossatschow in einem RIA-Novosti-Gespräch mit.

    Zugleich haben die Radikalen - die vereinigte Partei Vaterlands- und Republikunion (IRL) - eine spürbare Niederlage einstecken müssen: Ihre Fraktion im Parlament wird von den bisherigen 32 auf 19 Sitze schrumpfen.

    Die Reform-Partei erhielt 27,7 Prozent der Stimmen und baute ihre Fraktion damit um zwei Sitze auf 31 aus. Darüber hinaus werden die Zentristische Partei (29 Sitze), die Vereinigte Partei Vaterlands- und Republikunion (17,8 Prozent, 19 Sitze), die Sozialdemokratische Partei (10,6 Prozent bzw. zehn Sitze), die Volksunion (7,2 Prozent bzw. sechs Sitze) und die Grünen (7,1 Prozent bzw. sechs Sitze) im 101 Sitze zählenden Parlament Estlands vertreten sein.

    Jetzt gehe es darum, mit wem die Reform-Partei bei der Bildung der Regierung koalieren wird, so Kossatschow. Davon werde der weitere Kurs Estlands abhängen.

    Der Chef des Auswärtigen Ausschusses äußerte sein Bedauern darüber, dass die Parteien, die die russischsprachige Bevölkerung Estlands vertreten, den Einzug ins Parlament verfehlt hatten. „Das zeugt nicht von einer Schwäche der Parteien, sondern davon, dass die russischsprachigen Bürger Estlands keine Möglichkeit haben, ihren Willen bei den Wahlen zu bekunden“, erklärte er. Rund 200 000 russischsprachige Einwohner Estlands haben nach seinen Angaben kein Wahlrecht.

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