13:59 23 August 2017
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    Russischer Politologe würdigt demokratischen Machtwechsel in Abchasien

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    MOSKAU, 05. März (RIA Novosti). Die jüngste Parlamentswahl in Abchasien hat gezeigt, dass die Macht in dieser (von Georgien abtrünnigen) nicht anerkannten Republik mit demokratischen Mitteln gewechselt wird.

    Diese Ansicht vertrat Duma-Abgeordneter Konstantin Satulin, Direktor des Instituts für die Länder der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS), am Montag in einem RIA-Novosti-Gespräch in Moskau. Er hatte die Parlamentswahl in Abchasien vom vergangenen Sonntag als Beobachter mitverfolgt.

    "Wichtig ist, dass der Machtwechsel in Abchasien durch Wahlen, nicht aber durch irgendwelche 'bunte Revolutionen' erfolgt, was im 'demokratischen Georgien' jedes Mal passiert. Bislang war kein einziger Republikchef in Georgien selber oder nach Ablauf seiner Vollmachten zurückgetreten. Deshalb hat die nicht anerkannte Republik allen Grund zu zweifeln, ob sie sie in den Staatsverband Georgiens zurückkehrt, wo alle Fragen durch Revolutionen gelöst werden", fuhr Satulin fort.

    Russland soll nach seinen Worten maximale Ausdauer an den Tag legen und die Leidenschaften nicht weiter schüren. Zugleich schloss der Politologe nicht aus, dass Gegner der abchasischen Staatlichkeit Versuche unternehmen werden, die Rivalität politischer Kräfte zu einer Konfrontation zu machen. "Ich schließe Provokationen, darunter von Seiten Georgiens, nicht aus."

    Die Parlamentswahl in Abchasien habe ein Zeichen gesetzt, weil es sich um die erste Wahl nach der Präsidentenwahl von 2004/2005 handele. "Im Großen und Ganzen kann man feststellen, dass in Abchasien real ein Mehr-Parteien-System funktioniert", sagte Satulin.

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