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    Iran hält neue UN-Resolution für "falschen Weg"

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    Der iranische Sicherheitsratssekretär Ali Laridschani hat die neue Iran-Resolution des UN-Sicherheitsrats als "falschen Weg" bezeichnet.

    TEHERAN; 27. März (RIA Novosti). Der iranische Sicherheitsratssekretär Ali Laridschani hat die neue Iran-Resolution des UN-Sicherheitsrats als "falschen Weg" bezeichnet.

    "Mit der Billigung der Resolution wird keine günstige Grundlage für konstruktive Verhandlungen geschaffen", erklärte er in einem Telefongespräch mit dem EU-Beauftragten für Außen- und Sicherheitspolitik, Javier Solana, am Montagabend.

    Wie die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtet, zeigte Solana bei dem "offenen Gespräch" "sein Interesse an der Lösung des Atomproblems Irans auf dem Verhandlungsweg". "Er bestätigte außerdem die notwendige Suche nach Wegen zur Wiederaufnahme der Verhandlungen", hieß es.

    Bei dem Telefonat wurde ferner vereinbart, die Kontakte fortzusetzen.

    Am 24. März hatte der UN-Sicherheitsrat einstimmig schärfere Sanktionen gegen Iran gebilligt, weil sich Teheran weigerte, die Urananreicherung zu stoppen.

    Mit den Sanktionen wurden die Konten von 13 Unternehmen und 15 Personen gesperrt, die sich an den Urananreicherungs- und Raketenprogrammen beteiligten. Außerdem wurden Visa-Einschränkungen und ein Embargo über den Waffenexport aus Iran beschlossen. Die internationale Völkergemeinschaft wurde aufgerufen, auf Waffenverkauf an Teheran und auf die Bereitstellung von Krediten zu verzichten.

    Teheran werden 60 Tage für die Aussetzung der Nuklearprogramme zur Verfügung gestellt, die nicht zivilen Zwecken dienen. Danach wird der UN-Sicherheitsrat das iranische Nuklearprogramm neu erörtern.

    Darüber hinaus wird Teheran aufgerufen, zu Verhandlungen zurückzukehren.

    In Erwiderung der Resolution erklärte Iran seine Absicht, die Zusammenarbeit mit der internationalen Atomenergiebehörde IAEO einzuschränken, bis Teherans "Nukleardossier" vom UN-Sicherheitsrat an die IAEO zurückgegeben ist.

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