10:26 24 September 2017
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    Putin betont Europas Wichtigkeit für Russland - „Gaseta“

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    MOSKAU, 27. März (RIA Novosti). In seinem am Sonntag veröffentlichten Beitrag zum 50-jährigen EU-Jubiläum hat der russische Präsident Wladimir Putin einen langfristigen Vertrag über die strategische Partnerschaft zwischen Russland und der EU gefordert, stellt die Tageszeitung „Gaseta“ am Dienstag fest.

    Außerdem verwies er darauf, dass die Ideen des geeinten Europas nicht nur wegen dem Römer Vertrag, sondern vielmehr dank Ende des Kalten Krieges in Erfüllung gegangen sind.

    „Bis zum Sturz der Berliner Mauer und des Sowjetsystems war die europäische Integration nicht vollwertig“, stimmt ihm Adam Eberhardt, Experte des polnischen nichtstaatlichen Instituts für internationale Angelegenheiten, zu. „Das Interessanteste für mich bestand allerdings darin, dass diese Worte ein Mensch gesagt hat, der den Zerfall der Sowjetunion erst vor kurzem als die größte geopolitische Tragödie des 20. Jahrhunderts bezeichnet hatte.“

    Nach Ansicht des deutschen Politologen Alexander Rahr, Direktor der Russland- und GUS-Programme des Deutschen Rates für Außenpolitik, hat Putin damit „nicht nur an die Europäer, sondern auch an die Russen appelliert“. „Putin will nicht als ein Politiker in die Geschichte eingehen, der Europa für Russland verloren hat. Er spricht aber mit dem Westen nicht wie ein Vertreter eines schwachen Landes, das europäische Hilfe brauchen würde.“ Für einen Politiker, „der heute in Europa viel gerügt wird“, habe Putin „einen durchaus wohlwollenden Beitrag verfasst“, betonte Rahr.

    Juri Borko, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter des Europa-Instituts der Russischen Wissenschaftsakademie, verwies darauf, dass „Putin nicht nur von einer engeren Partnerschaft zwischen Russland und der EU, sondern auch von einer wachsenden Konkurrenz spricht“. „Wenn man die beiden Amtszeiten von Präsident Putin vergleicht, so hat sich die Zusammenarbeit in den letzten Jahren zweifellos erweitert, aber auch mehr Widersprüche hervorgebracht. In vielerlei Hinsicht hängt das mit den gewachsenen russischen Ansprüchen zusammen. Die Kontroversen entstehen in der Energiestrategie und Außenpolitik. Ein drittes Problem ist der Aufbau der Demokratie in Russland. Die Vorwürfe des Westens sind in den vergangenen Jahren viel ernsthafter geworden. Meines Erachtens sind sie oft auch begründet.“

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