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    Moskau: Unabhängigkeit des Kosovo wäre Präzedenzfall für Abspaltungskonflikte in Georgien

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    Kosovo-Status (440)
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    Die Unabhängigkeit des Kosovo wäre für das russische Außenministerium ein Präzedenzfall für die Lösung der Sezessionskonflikte zwischen Georgien und dessen abtrünnigen Teilrepubliken Abchasien und Südossetien.

    MOSKAU, 27. März (RIA Novosti). Die Unabhängigkeit des Kosovo wäre für das russische Außenministerium ein Präzedenzfall für die Lösung der Sezessionskonflikte zwischen Georgien und dessen abtrünnigen Teilrepubliken Abchasien und Südossetien.

    Das geht aus der jüngsten außenpolitischen Übersicht des russischen Außenministeriums hervor.

    Russland setzt sich dafür ein, dass im Konflikt mit Abchasien und Südossetien eine „lebensfähige“ und friedliche Lösung gefunden werden muss. Diese Lösung muss von allen Konfliktparteien akzeptiert werden, heißt es in der außenpolitischen Übersicht.

    Demnach versucht die Führung in Tiflis, die bestehenden Friedens- und Verhandlungsformate zu zerstören, was die Krise um Abchasien und Südossetien weiter erschwert.

    Georgien versucht, die euroatlantischen Strukturen in diese Konflikte einzubinden, um eine Lösung zum eigenen Vorteil zu erwirken, heißt es in der Übersicht des russischen Außenministeriums.

    "Die Politik der georgischen Staatsführung und von Präsident Michail Saakaschwili beruht auf dem ethnischen Nationalismus und findet bei den USA und einigen anderen westlichen Staaten Unterstützung.“

    Georgien betreibt eine „anti-russische Kampagne in den Medien und macht Russland für eigene Probleme verantwortlich, um die Verschärfung der Innenpolitik und die Verstärkung der autoritären Tendenzen zu rechtfertigen“.

    Dabei versucht Tiftlis, das Potential der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), des Europarates, der EU und der NATO zu diesen Zwecken zu nutzen, so das russische Außenministerium in seiner Übersicht. Der Westen dürfte nicht die Illusionen Georgiens nähren, dass die Lösung der georgischen Probleme erst nach dem Beitritt des Landes zur NATO und zur EU möglich sei.

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