10:39 26 September 2018
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    Argentinien kündigt Vertrag mit Großbritannien über gemeinsame Rohstoffförderung auf

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    BUENOS AIRES, 29. März, (RIA Novosti). Mit der Kündigung des Vertrages über die gemeinsame Erschließung von Rohstoffvorräten im Südatlantik von 1995 hat Argentinien auf Londons Weigerung reagiert, beim Territorialstreit um die Falkland-Inseln (Maldiven) Zugeständnisse zu machen.

    Nach einer Beratung beim Präsidenten erklärte Außenminister Jorge Taiana vor Journalisten, Großbritannien missachte systematisch seine Verpflichtungen aus dem Vertrag, der gemeinsame Arbeiten in den besagten Gewässern vorsieht. Unter verschiedenen Vorwänden erschwere London argentinischen Unternehmen die geologischen Erkundungen.

    Außerdem erbost es Argentinien, dass seinen Fischern der Fischfang in der 200-Meilen Zone um den Zankapfel verwehrt wird. Von illegalen Versuchen Großbritanniens, einseitig auf Hoheitsrechte über die Inseln zu pochen, sprach der Minister in diesem Zusammenhang.

    Die Spannungen sind am Vorabend des 25. Jahrestages des Beginns der Falkland-Krieges am. 2. April in eine neue Runde gegangen.

    Am 14. April hatte Buenos Aires den britischen Vorschlag zurückgewiesen, dem Kriegsende am 14. Juni gemeinsam zu gedenken. Es nahe nicht nur der Jahrestag des Kriegsendes, sondern auch der "174. Jahrestag der britischen Usurpation der Inseln", wetterte der Außenminister. "Argentinien ist entschlossen, die Anerkennung seiner Souveränität über die Maldiven-Inseln auf diplomatischem Weg durchzusetzen", erklärte er.

    Das umstrittene Territorium im Südatlantik ist 400 Kilometer vor der argentinischen Küste gelegen. Im Jahr 1982 hatten argentinische Fremdarbeiter ihre Nationalflagge auf der Insel Süd-Georgien gehisst, womit sie den formalen Vorwand für den bewaffneten Konflikt lieferten.

    Großbritannien zwang die Gegenseite während einer zweimonatigen Militäroperation zur Kapitulation, die am 14. Juni 1982 besiegelt wurde. Der Sieg kostete den Briten das Leben von 255 Soldaten. Sie verloren sechs Kriegsschiffe und 34 Flugzeuge. 1,6 Milliarden Pfund Sterling bezahlte London für seine Territorialansprüche. Argentinien verlor 649 Soldaten. Mehr als 11 000 Argentinier gerieten in Gefangenschaft.

    Während in Argentinien die Militärjunta über die Niederlage stürzte, baute Großbritanniens Eiserne Lady Margaret Thatcher ihre Popularität im Lande weiter aus und sicherte den Konservativen den Wahlsieg von 1983.

    Die diplomatischen Beziehungen zwischen den Konfliktparteien wurden erst 1990 wieder aufgenommen.

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