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    Raketenabwehr: USA wollen NATO integrieren und mit Russland kooperieren

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    Die US-Administration setzt sich für eine Einbeziehung der NATO in das Raketenabwehrsystem ein und ist gleichzeitig an der Zusammenarbeit mit Russland interessiert.

    WASHINGTON, 29. März (RIA Novosti). Die US-Administration setzt sich für eine Einbeziehung der NATO in das Raketenabwehrsystem ein und ist gleichzeitig an der Zusammenarbeit mit Russland interessiert.

    Das sagte Daniel Fried, der für Europa und Eurasien zuständige US-Vizeaußenminister, am Mittwoch vor Journalisten in Washington.

    "Je mehr die Nato einbezogen sein wird, desto besser", sagte Fried. "Die bilateralen Systeme, die die USA nun mit Polen und Tschechien erörtern wollen, würden davon nur profitieren."

    Zugleich räumte er ein, dass es "noch zu früh ist, konkrete Details zu erörtern."

    Die USA "wären froh", die Diskussion auch mit Russland fortzusetzen, um die Besorgnis Moskau zu beseitigen. Nach seinen Worten sucht die Bush-Administration Wege zu einer Kooperation mit Russland bei der Entwicklung des Raketenabwehrsystems (ABM). "Wir wären an einer Zusammenarbeit mit Russland überaus interessiert", sagte Fried.

    Generalleutnant Henry Obering, Chef des ABM-Ressorts, der sich ebenfalls vor Journalisten äußerte, erläuterte in diesem Zusammenhang, dass das US-Verteidigungsministerium bei den Kontakten mit der russischen Seite "zu einer umfassenden Zusammenarbeit beim ABM-System auf jeder Ebene bereit ist". Aussichtsreich erscheinen ihm ein "Austausch von Radar-Daten" wie auch "ein Zusammenwirken von Systemen und ein Technologie-Austausch".

    Er schloss außerdem nicht aus, dass bestimmte Segmente des amerikanischen ABM-Systems auch auf dem Territorium Russlands stationiert werden könnten.

    "Die technische Möglichkeit dafür ist zweifellos vorhanden, und wir würden solche Verhandlungen mit den Russen selbstverständlich begrüßen", betonte der General.

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