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    Irans Generalstab bestätigt Aufschub der Freilassung britischer Marinesoldatin

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    Der iranische Generalstab hat bestätigt, dass die Freilassung der britischen Marinesoldatin Faye Turney auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

    TEHERAN, 29. März (RIA Novosti). Der iranische Generalstab hat bestätigt, dass die Freilassung der britischen Marinesoldatin Faye Turney auf unbestimmte Zeit verschoben wird.

    „Das falsche Verhalten der Vertreter Londons hat dazu geführt, dass die Freilassung der britischen Militärangehörigen, die illegal in die Hoheitsgewässer unseres Landes eingedrungen ist, aufgeschoben wird. Ihre Lage bleibt in der Schwebe“, erklärte der stellvertretende Generalstabschef, General Ali Reza Afshar, am Donnerstag.

    Teheran hatte die Freilassung der Frau für den 29. oder 30. März angekündigt, da sie, wie der General zuvor gesagt hatte, ihre Schuld eingestanden habe. „Die britischen Behörden gingen aber zu Drohungen über, anstatt die humanitäre Geste Irans zu würdigen“, stellte er nun fest.

    Afshar verwies abermals auf die Bereitschaft seines Landes, die Frage der gefangenen Briten mit London auf diplomatischem Wege zu lösen. Teheran könne anhand von Dokumenten belegen, dass die britischen Staatsangehörigen schuldhaft gehandelt haben.

    Großbritannien hatte am Mittwoch bezüglich der festgesetzten britischen Marinesoldaten den UN-Sicherheitsrat angerufen und seine Haltung gegenüber Teheran verhärtet: Einfrieren der bilateralen Geschäftskontakte, Aussetzung offizieller Besuche und Einstellung der Visavergabe für iranische Offizielle.

    Das britische Verteidigungsministerium beharrt weiter darauf, dass die Marineinfanteristen in irakischen Territorialgewässern festgehalten worden sind, wo sie gemäß Resolution 1723 des UN-Sicherheitsrates Handelsschiffe kontrollierten.

    Teheran spricht weiter von einem rechtswidrigen Eindringen in seine Gewässer. Das Außenministerium warf der britischen Marine in diesem Zusammenhang Grenzverletzungen vor.

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