09:54 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Politik

    Kasachstans Präsident kritisiert ungerechten Atomwaffensperrvertrag

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 03

    Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew ist der Ansicht, dass der Atomwaffensperrvertrag die Nicht-Kernwaffenstaaten diskriminiert.

    ALMA-ATA, 19. April (RIA Novosti). Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew ist der Ansicht, dass der Atomwaffensperrvertrag die Nicht-Kernwaffenstaaten diskriminiert.

    Die Kernwaffenstaaten kämen ihren Abrüstungsverpflichtungen nicht nach, sagte Nasarbajew auf dem 6. Eurasischen Medienforum in Alma-Ata. Ihm zufolge enthält der Atomwaffensperrvertrag Verpflichtungen nur für Nicht-Kernwaffenstaaten, während die Kernwaffenstaaten von einer Abrüstung sprechen und dabei beträchtliche Mittel in die Modernisierung der Atomwaffen stecken.

    Diese „Ungleichheit“ schaffe zusätzliche Argumente für die Staaten, die nach Massenvernichtungswaffen streben, sagte der kasachische Staatschef. Der stockende Abrüstungsprozess in der Welt zeuge davon, dass der Atomwaffensperrvertrag unwirksam sei.

    "Als Präsident eines Landes, das freiwillig auf Atomwaffen verzichtet hat, habe ich das moralische Recht, eine Änderung beim Herangehen an die Nichtweiterverbreitung in der Welt zu fordern“, sagte Nasarbajew.

    Kasachstan war 1994 dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren